Schule

Ansfelden fördert gutes Zusammenleben in der Schule

Ansfelden fördert seit Jahren mit verschiedenen Angeboten gutes Zusammenleben in der Stadt. Dabei entwickelt sie im Prozess „Zusammenleben in Ansfelden“ gemeinsam mit AkteurInnen aus der organisierten Zivilgesellschaft Maßnahmen. Diese basieren auf konkreten Handlungsbedarfen in Themenfeldern und unterstützen die Agierenden bei konkreten Herausforderungen, die sich durch eine vielfältige Gesellschaft ergeben.

Bildung ist das, was Dich machen lässt, was Du machen willst

Besonders das Themenfeld Schule & Bildung liegt der Prozessleitung am Herzen. Mit folgenden Angeboten investiert die Stadt in ein friedliches, respektvolles Zusammenleben:

  • Mit dem städtischen Budgetopf „Jack D.“ fördert die Stadt Schulen und Vereine, die ihre SchülerInnen und jungen Mitglieder im Bereich Demokratie, Zivilcourage, Menschenrechte fortbilden. Dabei fördert die Stadt Angebote der politischen Bildung wie Bildungsfahrten in die Gedenkstätten Hartheim oder Mauthausen, den Besuch der Demokratiewerkstatt in Wien, einen Besuch im Landhaus Linz, Zivilcouragetrainings, das Planspiel „Miramix, StandUp! Menschenrechtsworkshops oder auch das projektXchange.
  • Das Angebot Jugend im Dialog  unterstützt Kinder dabei, Unterschiede als Chance zu entdecken, sich miteinander in Vielfältigkeit zu verständigen und zu lernen, wie Zusammenleben gut gelingen kann. Das Angebot wird im Auftrag und mit finanzieller Beteiligung der Stadt den Schulen angeboten und in Form von Workshop-Doppelstunden von Mitarbeitern der Volkshilfe OÖ FMB durchgeführt.
  • Die SprachmittlerInnen in Bildungseinrichtungen unterstützen Eltern und PädagogInnen dabei, ihre Anliegen und Fragen im Schulbereich über Sprachgrenzen hinweg zu bereden. PädagogInnen der Ansfeldner Schulen, der Horte und Kindergärten können bei Veranstaltungen wie Elternsprechtagen oder Klassenforen mehrsprachige Fachkräfte für Übersetzungen vor Ort anfordern. Das erleichert die Kommunikation zwischen Lehrern und Eltern und Eltern die gerade Deutsch lernen besuchen die Veranstaltungen vermehrt.
  • Mit „Gemeinsam sind wir Stadt – und Du gehörst dazu“ laden wir Ansfeldner Schülerinnen und Schülern ein, die Ansfeldner Grundwerte durch ihre Sichtweise mit Leben zu erfüllen. In Zusammenarbeit mit dem Angebot „Jugend im Dialog“ bietet die Stadt Workshops speziell für die 7. und 8. Schulstufe an. Dabei haben bereits einige Klassen die Möglichkeit genutzt, sich mit diesem altersgerechten Dialogangebot an einem noch besseren Zusammenleben in der Stadt zu beteiligen.
  • Mit dem Lesetandem unterstützen wir als Stadt die Freude am Lesen bei jungen Ansfeldnerinnen und Ansfeldnern. Dabei lesen freiwillig engagierte erwachsene Mentorinnen und Mentoren mit den Kindern aus Ansfeldner Volksschulen. Sie wecken dabei das Interesse am Lesen und an Büchern, fördern die Kreativität und Vorstellungkraft, sind ein „starkes Lesevorbild“ und fördern Konzentration und den Sprachschatz der Kinder. Koordiniert wird das Angebot vom Verein für interkulturelle Begegnung und Kulturvermittlung (IBUK).

Noch heute aktiv werden für gutes Zusammenleben

Möchten Sie als Pädagogin oder Pädagoge eines der Angebote mit ihren Schülerinnen und Schülern nutzen? Möchten Sie sich als Ansfeldner Bürgerin oder Bürger beim Lesetandem engagieren, Ihre mehrsprachlichen Fähigkeiten als SprachmittlerIn einbringen? Kontaktieren Sie noch heute Mag. Gregor Kraftschik (07229/840-518 oder zusammenleben@ansfelden.at) im Referat für kommunales Zusammenleben, der Dreh- und Vernetzungsstelle für gutes Zusammenleben in der Stadt.

 

Sprachenvielfalt in Österreich: viele Kinder wachsen mehrsprachig auf

MedienservicestelleAm 21. Februar feiert Österreich den von der UNESCO ausgerufene Tag der Muttersprache. 2016 wurde dabei besonders die Bedeutung von Sprachen bei der Inklusion im Bildungssystem hervorgehoben.

In Österreich wachsen mehr und mehr Kinder mehrsprachig auf, so dass in Österreichs Schulen über 80 verschiedene Sprachen gesprochen werden. 850.000 (rund 80 %) der Schülerinnen und Schüler geben dabei Deutsch als ihre Umgangssprache an, danach folgen Bosnisch, Kroatisch, Serbisch, Türkisch und Albanisch. Anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache warf die Medienservicestelle Neue Österreicher/innen einen Blick auf die sprachliche Vielfalt in den heimischen Bildungseinrichtungen.

Wie schaut’s in den Kriegsgebieten der Welt aus?

Derzeit gibt es über 31 Kriege auf der Welt. Ob in Afghanistan, wo seit 2001 Krieg herrscht, im Irak, wo die terroristische Gruppe „Islamischer Staat“ gegen die Regierung kämpft, in Nigeria, wo die die Terrorgruppe „Boko Haram“ mit Gewalt Angst und Schrecken verbreitet oder auch in Syrien, wo es seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges kein normales Leben mehr gibt.

Frieden-fragen.de bietet einfach zu erfassende Antworten auf wichtige (Über-)Lebensfragen aus den Bereichen Krieg und Frieden, Streit und Gewalt, Nationalsozialismus und aktuelle Kriege.

Besonders auch im schulischen Kontext bietet Frieden-fragen viele Anknüpfungsmöglichkeiten: Im Nahbereich über den Umgang mit Konflikten, die Arbeit von Streitschlichtern oder den Bereich Gewaltprävention.

Vielfalt in der Schule: Das sind alles unsere Kinder!

Wie gehen Schulen mit einer sich verändernden Gesellschaft um? Sinkt durch einen Hohen Anteil von Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund das Niveau? Eröffnen sich dadurch neue Chancen für alle Kinder?

Am 16. Jänner 2015 luden Natasa Bojanovic und Elvira Susic im Rahmen eines Matura-Projekts für die HAK in Traun zu einer gut besuchten Podiumsdiskussion in die Spinnerei Traun. Aus Ansfelden war Volksschuldirektorin Gabriele Stütz mit dabei. Tenor der Veranstaltung: Kinder mit Migrationshintergrund sind genauso unsere Schüler und Schülerinnen. Und doch: Trotz aller Förderangebote schaffen dennoch nicht alle Kinder den Sprung ins Gymnasium.

Jugend im Dialog: Vielfalt schon in der Schule schätzen lernen

Sven Janson und Koordinator Stefan Schwabeneder (rechts) haben nicht nur gute „Rat-Schläge“ sondern begleiten junge Menschen auf dem Weg zu friedlichem Zusammenleben.

Sven Janson und Koordinator Stefan Schwabeneder (rechts) haben keine „Rat-Schläge“, sondern begleiten junge Menschen aktiv auf dem Weg zu friedlichem Zusammenleben.

Das Angebot Jugend im Dialog der Volkshilfe OÖ FMB begeistert die Ansfeldner Schulen: Unter der Begleitung von Trainer Sven Janson lernen Kinder Unterschiede als Chance zu entdecken, sich miteinander zu verständigen und wie vielfältiges Zusammenleben gut gelingen kann.

Im Jahr 2015 wird dieses Angebot besonders in der Volksschule Haid und der Volksschule Ansfelden nachgefragt. Schwerpunkte sollen dabei einerseits der Themenbereich „Streit und Konflikt“ und andererseits „Team und Gemeinschaft“ sein.

Die Stadt Ansfelden unterstützt im Rahmen des Prozesses „Zusammenleben in Ansfelden“ dieses Angebot  und leistet einen aktiven finanziellen Beitrag um gutes Zusammenleben in der Stadt auch in Zukunft zu ermöglichen!

Initiative Vielfalter fördert Ihre Ideen und Projekte

Mit der „Initiative Vielfalter“ unterstützen das Interkulturelle Zentrum (IZ) und Western Union gemeinsam mit dem Bundesministeriums für Bildung und Frauen seit 2008 Projekte zu den Themen Mehrsprachigkeit, interkulturelle Kompetenz und vielfältige Begabung. Sie möchten damit die Möglichkeiten kultureller Viefalt sichtbar machen und zu einem positiven Diskurs innerhalb der Gesellschaft anregen. Vereine und private Initiativen, die sich im weitesten Sinn mit der Förderung Diversität, Mehrsprachigkeit und interkultureller Bildung beschäftigen aber auch Schulen und Kindergärten können hierbei ihre Projekte für die Zielgruppen Kinder, Jugendliche, Eltern und Pädagoginnen fördern lassen.

Die aktuelle Einreichfrist für das Jahr 2015  läuft noch bis 17. November 2014!

 

Gastkommentar einer Ansfeldnerin: Stella kommt in die Schule

Symbolbild Schulanfang. CC-BY Flickr/Simone Meier

Symbolbild Schulanfang. CC-BY Flickr/Simone Meier

„Es war eine Entscheidung, die meinem Mann und mir einige schlaflose Nächte bereitet hat. Welche Volksschule soll unsere Tochter besuchen?“

Lucia Maria Valero, Bürgerin der Stadt Ansfelden und freiberufliche Journalistin schreibt in einem Gastkommentar auf ansfelden.at über die Pflichtschulen in Haid, warum es Vorteile hat, sein Kind dort hinzuschicken und Eltern, mit und ohne Kopftuch, die sich eines gemeinsam wünschen: das Beste für ihr Kind.

Sommersprachcamp in Ansfelden

Sich gut auf den Einstieg in die nächste Schulstufe vorzubereiten, Freundschaften zu festigen oder zu neue knüpfen und Sprache aktiv wahrnehmen: Seit 18. August 2014 findet in der Neuen Mittelschule Haid zum ersten mal das Sommersprachcamp statt. 35 Kinder aus Ansfelden im Volks- und Hauptschulalter sind heuer dabei und profitieren von engagierten PädagogInnen, die gemeinsam mit ihnen spielerisch Grammatik, Lesen und Sprechen üben.

Am Nachmittag ist dann Spiel und Spaß angesagt: Indianerfest, Spiel-, Sprach- und Bastelstationen oder Bewegung auf den Sportanlagen – da ist für jeden und jede etwas dabei. Als besonderes Highlight stand letzte Woche Freitag ein Ausflug zum Weg der Sinne nach Haag am Hausruck am Plan.

 

PraktikerInnen aus der Schule für Türkisch als Maturafach

Bisher ist in Österreich möglich in den fremdsprachenfächern Griechisch, Latein, Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Spanisch, Tschechisch, Slowenisch, BKS, Ungarisch, Kroatisch, Slowakisch und Polnisch zu maturieren. Welche Vorteile für, aber auch welche Argumente gegen Türkisch als Maturafach sprechen – und warum sich viele AHS-DirektorInnen für Türkisch als Maturafach aussprechen – lesen Sie im Bericht von SOS Mitmensch.

Man müsste doch .. eine Schule gründen!

Fiona Brunk und Stefan Döring haben eine Idee: In Berlin Wedding leben zwei Drittel der Jugendlichen in Hartz-IV-Haushalten. Beinahe jeder dritte Schüler geht ohne Abschluss von der Schule. Vor allem die Herkunft entscheidet über schulischen Erfolg. Mit einer Sekundarschule für die Klassen sieben bis zehn wollen sie sozial benachteiligte Jugendliche zu einem Abschluss führen und auch über die Schulzeit hinaus betreuen. Nicola Meier berichtet über die Realisierung einer Idee in der Zeit.