So geht Medien: Medienwissen – nicht nur für SchülerInnen und LehrerInnen
Jeden Tag erscheinen weltweit Millionen neuer Videos, Artikel und Posts im Internet. Einst als *das* demokratischste Medium schlecht hin gefeiert stellt sich heute oft die Frage: Stimmt das wirklich, was da zu sehen und zu lesen ist? Oder ist alles nur Fake? So geht Medien, ein Onlineangebot von ARD, ZDF und Deutschlandradio erklärt, wie Nachrichten enstehen, Lügen im Netz entlarvt werden können und woher Journalisten überhaupt wissen, ob etwas wahr ist? Dabei setzen die MacherInnen auf Videos, Audios, Quiz, und interaktiven Karten und Texte.
- Die Inhalte sind für den Einsatz im Unterricht konzipiert: Wie das geht, erklärt dieses Videotutorial. Arbeitsblätter zur weiteren Nutzung gibt’s dazu!
- Spannend auch „für den Hausgebrauch“ auf der YouTube-Playlist: Wie sich Lügen im Netz verbreiten, der Unterschied zwischen YouTuber und Nachrichtensprecher und auch Infos zu Filterblasen und Quellenauswahl.
Mehr als Flucht
Welche Gruppen sind im Syrien-Konflikt involviert? Wie funktioniert das Scharia-Rechtssystem? Wie ist das mit dem Konzept von Ehre und Schande? Welche Feste feiern die Menschen in Somalia, Irak, Afghanistan und Syrien? Diese und mehr Fragen haben sich Studierende und Absolventinnen & Absolventen der Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien gestellt und ausgearbeitet. Sie präsentieren mit der Initiative „Mehr als Flucht“ fachlich fundierte Informationen zu den Herkunftsregionen von Menschen, die in Österreich Schutz auf ihrer Flucht suchen. Zielgruppe der angebotenen Vorträge sind vor allem Organisationen und Engagierte in der Flüchtlingshilfe.
- Die Info-Broschüren sind für jeden kostenlos auf mehralsflucht-ksa.univie.ac.at herunterladbar.
- Mehr Infos zum Projekt.
#GegenHassimNetz unterstützt bei Hass, Hetze und Cyber-Mobbing
Hass im Netz ist allgegenwärtig und betrifft viele Nutzerinnen und Nutzer – egal ob als Opfer oder als Zeuge oder Zeugin. Online Hass und Hetze beeinflusst die öffentliche Meinung und stellt daher eine potenzielle Gefahr für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit dar.-
Die Beratung erfolgt über Chat, Messenger, E-Mail oder Telefon. Das Angebot ist für die Nutzerinnen und Nutzer kostenlos und wird vom Verein ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit betrieben.
Geht das: mit meinen Kindern in der Sprache reden, die ich will?
Klar ist: Deutschkurse schaffen Chancen. Manche sehen sie auch als (scheinbare) Lösung aller Integrationsprobleme. Wie ist das jedoch, wenn man als Italienerin angefeindet wird, wenn man sich mit seinen Kindern in einer anderen Sprache als Deutsch unterhält? „Die alte Dame hat sich aufgeregt, weil man ihrer Meinung nach österreichischen Kindern nicht Türkisch beibringen soll und mir unterstellt, dass ich kein Deutsch könne“ – Aysun Bayizilioglu hat sich für die Presse angesehen, wie es darum steht, eine beliebige Sprache sprechen „zu dürfen“, was türkisch Sprechende mit Vorarlbergern gemeinsam haben und ob es gute und böse Sprachen gibt – und welche das sind.
- „Aber trotzdem muss man sich bemühen, Deutsch zu lernen. Denn ohne die Sprache der Aufnahmegesellschaft zu können, kann man sich nicht integrieren.“ – lesen Sie den ganzen Bericht auf diepresse.at
- Die Sprachkurse des BFI in Traun helfen dabei!
- Ansfelden unterstützt mit „Mama lernt Deutsch“ im Rahmen von Zusammenleben in Ansfelden ab Herbst 2017 eine Gruppe engagierter Mütter, die ihre Sprachkenntnisse im Alltag verbessern möchten.
Mit einem praktischen Baukasten seine eigene Verschwörungstheorie gestalten
Im Mai 2017 luden die Brücken~bauer~Innen im Prozess „Zusammenleben in Ansfelden“ zur Weiterbildung „Schall und Rauch: Die Verschwörung“ mit Thomas Rammerstorfer. Dabei ging’s um Fragen wie: wem nutzt eine Verschwörungstheorie? Wie entsteht sie? Was kann ich dabei tun?
Die TV-Sender SRF, ORF, Arte und BR nehmen sich nun dem Phänomen „Verschwörungstheorien“ an und bieten ein transmediales Informationsportal an, das die Mechanismen beleuchtet. Mitte Juni 2017 ging das umfangreiche Webprojekt unter www.dieweltherrschaft.net online.
Darin gibt’s Infos über die immer wiederkehrenden Strukturen und Motive populärer Verschwörungstheorien. Besonders spannend: Nach einem Baukastensystem können Userinnen und User online eine eigene personalisierte Verschwörungstheorie bauen. Dabei lernen sie, die wiederkehrenden Muster und Strukturen von Verschwörungstheorien zu erkennen und spielerisch anzuwenden.
- Wer baut mit? Verschwörungstheorien jetzt zusammenbasteln auf dieweltherrschaft.net
Da mach ich nicht mit!
Wer kennt das nicht: Man ist mit Freunden und Freundinnen am Abend unterwegs, und plötzlich schimpft jemand über „die Ausländer“. Einige lachen über solche Sprüche, manche schweigen betreten, andere wiederum versuchen, etwas dagegen zu sagen. Aber was? Und wie? Hier aufzustehen erfordert Übung und Mut, selbstbewusst aufzustehen und das Wort zu ergreifen.
Das Taschenbuch „Da mach ich nicht mit!“ vom Verein „Land der Menschen“ bietet Anregungen dazu, wie man locker auf Sprüche, die sich abwertend gegen andere Menschen richten reagieren kann. Seit 2009 sind bereits vier Auflagen des Büchleins produziert worden. Neu in der Auflage: Erklärdungen zu Rechtspopulismus und Rechtsextremismus und eine Anleitung für den Umgang mit „Hate Speech“ im Internet.
- Mehr dazu auf den Seiten des Vereines Land der Menschen
- Das Taschenbuch zum Download
- Gut zu teilen: Videos mit Auszügen aus dem Buch
Welche Möglichkeiten gibt es, sich weiterzubilden um selbst aktiv zu werden, wenn gegen „die Ausländer“ gehetzt wird? Im Februar 2015 haben wir am Blog Zusammenleben bereits ein paar Links zu hilfreichen Materialien vorgestellt: Das Wissen darin kann Dich dabei unterstützten, auch in schwierigen Situationen gute sachliche Argumente parat zu haben – oder auch manchmal einfach mit unkonventionellen Techniken die Situation zu meistern.
Strategien gegen den Hass im Netz

Kein Platz für Hassbotschaften in Ansfelden – und in den Sozialen Medien?
Die Deutsche Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) fördert nach Eigendefinition „das Verständnis für politische Sachverhalte“ und festigt „das demokratische Bewusstsein“. In den sozialen Medien tobt – Stichworte: Fake News, Hasskommentare, „Lügenpresse“ – ein Kampf um die Wahrheit. Welche Strategien die bpb entwickelt hat, damit demokratische Grundwerte dabei nicht auf der Strecke bleiben, dazu hat sich Ruth Hutsteiner für science.orf.at mit Caroline Hornstein Tomić unterhalten. Sie ist seit dem 1. April 2016 Leiterin der Fachabteilung der Bundeszentrale für politische Bildung und koordiniert und steuert die inhaltliche Arbeit und die Planungsprozesse in den unterschiedlichen Fachbereichen der bpb.
Die radikalisierte Gesellschaft: Parallelen zwischen Neonazis und Fitnessfreaks
Das Department für Migration und Globalisierung an der Donau-Universität Krems lud am 7. und 8. März 2017 zur Tagung „Das öffentliche Gespräch in der Demokratie“. Sozialpsychologe Ernst-Dieter Lantermann (emeritierter Professor für Persönlichkeits- und Sozialpsychologie an der Universität Kassel) brachte mit seinem Vortrag „Die radikalisierte Gesellschaft“ Erkenntnisse zu Dialog und Resilienz gegenüber Fanatismus und Radikalisierung aus sozialpsychologischer Sicht ein.
Was haben Globalisierung und Individualisierung mit radikalem Denken und fanatischem Handeln zu tun? Wie ist der Einfluss eines stabil positiven Selbstwertgefühl darauf? Welche Rolle spielen Echoräume dabei? Und welche Rolle spielt die Bildung dabei und kann sie vor Radikalisierung schützen? Was kann überhaupt davor schützen?
- Lisa Mayr hat sich für den Standard.at mit ihm über diese Fragen unterhalten und gibt damit Einblicke in den Vortrag an der Donau-Uni Krems und in sein soeben
- neu erschienenes Buch „Die radikalisierte Gesellschaft. Von der Logik des Fanatismus“.


Mit Unterzeichnung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (kurz UN-Behindertenrechtskonvention) verpflichtet sich Österreich, die Menschenrechte von Menschen mit Beeinträchtigungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten. Die Infoseite