Vorurteil

Von der Selbstgerechtigkeit zur Selbstkritik

„Sozialschmarotzer“, „Rassist“ oder „Gutmensch“: wer kennt diese Labels nicht? Und wer hat diese Labels nicht schon vorschnell verteilt – ohne sich mit der Position der anderen ernsthaft auseinander zu setzen? Das führt dazu, dass es schwer wird, andere Einstellungen zu verstehen und politischen Austausch zu pflegen. Vielfach schafft man sich lieber seine eigenen heimeligen Diskussionsräume, wertet andere Positionen ab und will mit Menschen, die anders denken und leben als man selbst, nichts mehr zu tun haben. Laura Wiesböck widmet sich in ihrem neuen Buch „In besserer Gesellschaft – der selbstgerechte Blick auf die anderen“ der Neigung zur Abgrenzung von anderen Menschen.

  • Kontrast.at geht im Interview mit der Autorin den Fragen nach, was Selbstgerechtigkeit bedeutet, wie sie entsteht und welche Folgen sie haben kann.
  • Thekla Dannenberg rezensiert das Buch auf Freitag.de
  • In besserer Gesellschaft. Der selbstgerechte Blick auf die Anderen von Laura Wiesböck, erschieneb bei Kremayr & Scheriau 2018, 208 S., ISBN: 978-3-218-01133-4

Weil wir alle Menschen sind!

Die Volkshilfe Oberösterreich informiert zu Vorurteilen

Die Volkshilfe Oberösterreich informiert zu Vorurteilen

„Würden Sie Frauen und Kinder auf die Flucht mitnehmen, wenn Sie nicht wissen, ob sie diese überleben werden?“ „Kommen Sie mit 5 EUR 5 Cent am Tag aus?“ „Sie meinen, dass „das alles“ Wirtschaftsflüchtlinge sind?“

Wenn es um das Thema Flüchtlinge und Asyl geht, wird viel erzählt. Aber was davon stimmt eigentlich wirklich? Die Volkshilfe kämpft mit einer positiven Fakten-Kampagne unter dem Titel “Weil wir alle Menschen sind” gegen Vorurteile und Hetze gegen Flüchtlinge. Auf sieben unterschiedlichen Karten wird mit den derzeit gängigsten Vorurteilen und Irrtümern schwarz auf weiß aufgeräumt.

  • Die Karten hängen bereits an verschiedenen Stellen in der Stadtverwaltung Ansfelden und in den Tagesheimstätten. Die Kindergärten und das Eltern-Kind-Zentrum folgen in den nächsten Tagen.
  • Holen Sie sich Ihren Kartensatz persönlich beim Referat für kommunales Zusammenleben (bei Gregor Kraftschik). Bitte vorher anrufen: 07229/840-518 ist die richtige Nummer!
  • Wenn Sie mehr Karten haben möchten: Mag.a Stephanie Wögerbauer von der Volkshilfe OÖ hilft unter office@volkshilfe-ooe.at weiter!

„Mein Grundsatz: Mach was aus Dir!“

Rund ein Viertel der in Österreich studierenden Menschen sind außerhalb Österreichs geboren. Einerseits bringt dieser „Migrationshintergrund“ Vorteile mit sich. Und doch führt er auch immer wieder dazu, mit Vorurteilen konfrontiert zu werden. Der „Verein österreichischer Studierender türkischer Abstammung“ möchte das Zusammenfinden von Menschen fördern und Vorurteile abbauen.

Mehr über den Verein, der allen interessierten, aktiven Menschen offen steht gibt’s im Artikel auf den Seiten der OÖN.

Film: Halbmondwahrheiten

„Über türkische Männer kursieren pauschale Bilder: das der türkischen Paschas, die ihre Frauen daheim schlagen und ihre Ehre bis aufs Blut verteidigen, den Gebetskranz immer bei der Hand. Das Bild der Väter, die ihre Töchter zum Kopftuch und zur Ehe zwingen. Von Patriarchen, die ihre archaischen Sitten und Gebräuche mit nach Deutschland genommen haben.

Dass die Realität ganz anders aussehen kann, zeigt ein Besuch der deutschlandweit ersten Selbsthilfegruppe für türkischstämmige Männer. Bei dem Psychologen Kazim Erdogan treffen sich einmal in der Woche vermeintliche Patriarchen, die unter Gewalt, uralten Rollenmustern, einem rigiden Ehrenkodex, und zerbrochenen Beziehungen leiden – und die ihre Lebenssituation verändern wollen. Der Dokumentarfilm „Halbmondwahrheiten“ hinterfragt alte Klischees und stellt Männer vor, über die alle reden und über die wir doch viel zu wenig wissen.“

Rechtsextremismus und höhere Bildung: Uni ohne Vorurteile

Was tun mit bekennenden Rechtsextremen an einer Universität? In Schockstarre verfallen und erst mal nichts tun, das war für die Uni Bielefeld, an der auch das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) angesiedelt ist, keine Option. Wegschauen, hinnehmen oder einfach nichts tun hat Konsequenzen. Wie die Hochschule damit umgeht berichtet Deutschlandradio. Auch die Süddeutsche Zeitung bringt dazu ein ausführliches Interview mit Andreas Zick, dem Leiter des IKG. 

Mythos Armutszuwanderung

Besonders aus armen osteuropäischen Ländern wie Rumänien oder Bulgarien wandern in den letzten Jahren immer mehr Menschen nach Deutschland aus. Teile der Öffentlichkeit nehmen das als Problem oder Gefahr wahr. Warum die Angst unbegründet ist und der Staat sogar davon profitiert erläutert Herbert Brückner in seinem Artikel für zeit.de.