UNHCR

79.000 Menschen, 18km² – Zaatari vom Flüchtlingscamp zu einer jordanischen Großstadt

Zaatari_refugee_camp,_Jordan_(2)Mitten in der jordanischen Wüste liegt das Flüchtlingscamp Zaatari. Auf 18 km² leben dort rund 79.000 Menschen, die im syrischen Krieg ihr Zuhause verloren haben. Verantwortlich ist das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen UNHCR; Leiter der Siedlung war der deutsche Entwicklungshelfer Kilian Kleinschmidt. Kleinschmidt war am 5. März Keynote-Speaker bei der „1. Konferenz für Helfer von Menschen auf der Flucht“ im Landhaus Linz. „Woanders dauert es 20 Jahre eine Gesellschaft zu entwickeln, wir haben es in Monaten geschafft“ fasste er die Entwicklung des Camps zusammen.

Aus dem weltgrößten Flüchtlingslager hat sich mittlerweile eine feste Siedlung entwickelt, die zur viertgrößten Stadt in Jordanien anvancierte. Die Dokumentation „Zaatari: Ein Tag im Leben“ bietet einen einzigartigen Einblick in das Leben im Flüchtlingslager. Gleichzeitig zeigt sie auf eindrückliche Weise, was passiert, wenn unterschiedliche Visionen aufeinandertreffen – und wie durch vertrauensvolle Zusammenarbeit, auch unter schwierigen Umständen, passende Lösungen für alle gefunden werden können.

  • In 15 Folgen zu rund 6 Minuten gibt es die Möglichkeit, UNHCR Helfern bei ihrer täglichen Arbeit in Zaatari über die Schulter zu schauen (über die Mediathek der UNHCR oder auch direkt über die Playlist auf Youtube)

Flüchtlingsland Österreich: UNHCR informiert über das Wie und Wo

UNHCR LogoDie UNHCR in Österreich beobachtet und kontrolliert die Umsetzung österreichischen Rechts, das Flüchtlinge und Asylsuchende betrifft. Dabei achtet sie auf die Kriterien des internationalen Flüchtlingsrechts, besonders  im Hinblick auf die Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) von 1951. Zusätzlich betreibt die UNHCR Aufklärung und Information. So bekommen im Rahmen der Presse– und Öffentlichkeitsarbeit beispielsweise LehrerInnen Unterstützung durch mit Schulmaterialen über Flüchtlingsthemen.

Auf den Internetseiten bietet die UNHCR Antworten auf Fragen wie: Was bedeutet der Begriff „Asylsuchende“?; Was ist der Unterschied zwischen Migranten, Flüchtlingen und Asylsuchenden?; Wie funktioniert das Asylverfahren in Österreich?; Gibt es tatsächlich einen Ansturm von Flüchtlingen auf Österreich?.

Zusätzlich gibt es Infos um Vorurteilen wie Asylsuchende leben in Saus und Braus; Schlepper bringen Illegale ins Land oder Asylsuchende spielen nur die Verfolgten (und noch mehr Vorurteile) gut entgegetreten zu können.

Faktencheck zum Thema Asyl

„Asylanten belohnt“ – „Die Unterkunft ist Schlecht ? Das Essen Schmeckt nicht ? Na wo ist daß Problem ?? Ab Nachhause !!“ – „Ach, Sorgen macht Ihr Euch um Eure Kinder? Dann hab’ ich nur mal eine Frage… Warum seid ihr feigen Dreckschweine dann ohne sie abgehauen?“:

Was ist dran an den Memes (beschriftete Bilder, die besonders oft auf Facebook herumgereicht werden), die in den letzten Wochen besonders auf Facebook mehr und mehr geteilt werden? Simon Hadler von ORF.at hat sich gemeinsam mit dem Innenministerium, die Polizei, das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und die Caritas auf Faktencheck begeben.

26. September: Tag der Flucht in OÖ

Der 26. September steht als „UNHCR Langer Tag der Flucht“ im Zeichen von Flucht und Asyl. Mitmachen, sich Austauschen, Zuhören, Diskutieren, Zusehen und Feiern – darum geht es auch bei Veranstaltungen und Angeboten in Oberösterreich. So lädt am Martin Luther Platz in Linz die Aktion „Fluchtpunkte“ zum Mitmachen ein: 16 Organisationen stellen bei interaktiven Stationen Etappen einer Flucht vom Heimatland bis nach Österreich symbolisch nach. In unserer Nachbarstadt Traun ergreifen im Schloss Traun Flüchtlinge und Asylsuchende selbst das Wort und erzählen ihre persönlichen Geschichten. Der Eintritt ist überall frei!