Leichte Sprache

Was hab ich? – Befunde in leichte Sprache übersetzt

Kennen Sie das? Sie sind bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bekommen Ihren Befund mit. Manchmal versteht man nur schwer, worum es eigentlich geht. Was hab‘ ich? schafft Abhilfe: Ein Team aus Studierenden der Medizin übersetzt medizinische Befunde in eine leicht verständliche Sprache. Kostenlos und wirksam: Patienten können mit dem Ergebnis den ärztlichen Befund und die sich daraus ergebenden möglichen Folgen besser einschätzen. Das ermöglicht Entscheidungen auf Augenhöhe. Die Medizinerinnen und Mediziner arbeiten ohne Bezahlung und freiwillig für das Projekt. Nicht nur Menschen, die die Deutsche Sprache erst erlernen profitieren von diesem Angebot!

  • Das Projekt steht für deutschsprachige Befunde jedermann offen
  • Die FAQ informieren zu häufig gestellte Fragen (auch zu Datensicherheit und Wartezeiten). Finden Sie dort Antworten auf Ihre Fragen!

Bibliothek Garsten setzt auf Leichte Sprache

Die Bibliothek Garsten möchte allen Menschen, die Freude an Büchern und am Lesen haben, Zugang zu ihren Informationen bieten. Dabei soll nicht nur der Zugang zu den Räumen barrierefrei sein, sondern auch der zu Informationen. Darum haben die motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort allgemeinen Informationen am Eingangsschild, die Anmeldekarte, die Bibliotheksregeln, das Leitbild und den Infofolder der Bibliothek Garsten in leichte Sprache übersetzt. „Leichte Sprache“ zielt dabei auf Verständlichkeit ab. Darüber freuen sich besonders Menschen, die nicht gut lesen und schreiben können, und auch Menschen mit Sprachschwierigkeiten oder ältere Menschen, die wenig lesen.

Leicht Lesen: Wozabal setzt auf Barrierefreiheit in der Sprache

4 von 10 Erwachsenen in Österreich verstehen Texte, die im Alltag wichtig sind nicht. Das betrifft nicht nur Menschen, die Deutsch als Erstsprache gelernt haben, sondern auch Menschen mit Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache. Sichtbar wird das, wenn Aufgaben und Anweisungen fehlerhaft ausgeführt werden. Damit Information besser ankommt gestaltet das Linzer Unternehmen Wozabal Texte barrierefrei. Dabei wendet die TÜV-zertifizierte Methode „Leicht Lesen“ an. Dabei werden die Informationen in einer zielgruppen-gerecht leicht verständlichen Sprache geschrieben. Menschen aus der Zielgruppe prüfen sie dann auf verständlichkeit. So kann das Unternehmen sicher sein, dass die Information bei der Zielgruppe „ankommt“.

„ Bei Wozabal ist es uns ein besonderes Anliegen, dass sich alle Mitarbeiter respektiert fühlen. Dies bedingt auch ein Bereitstellen von wichtiger Information in leicht verständlicher Form. Aus diesem Grund tragen unsere aktuelle Krisenkommunikations-Broschüre sowie die Social Media Guideline nun das Zertifikat „Leicht Lesen A2“. erläutert Christian Wozabal, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Wozabal.

 

Respekt: So schreiben, dass es möglichst Viele verstehen

Welche Hürden gibt es beim Verstehen von Informationen? Wie kann man im Internet barrierefrei surfen? Können Gesetzestexte auch verständlicher formuliert werden? 6 von 10 Erwachsenen Österreichern verstehen komplexe Informationen von Behörden nicht, tun sich schwer Bücher oder Qualitätszeitungen zu lesen.

Schreiben und Kommunizieren, so dass möglichst viele verstehen: das ist ein Zeichen von Respekt gegenüber dem anderen. Klaus Candussi und Walburga Fröhlich lassen in ihrem Fachbuch „Leicht lesen: Der Schlüssel zur Welt“ (Böhlau Verlag. Wien/Köln/Weimar. 2015) Autorinnen und Autoren beschreiben, wie gute Kommunikation gelingen kann.