Flucht

Teile Deine Geschichte – Share your Story

Was ist im und seit dem Spätsommer 2015 passiert, als mehr Menschen als sonst nach Österreich kamen (oder durchreisten) um hier Schutz durch Asyl zu finden? ZusammenHelfen in Oberösterreich sammelt die Geschichten: erzählen Sie Ihre Geschichte, die von positiven Erfahrungen mit geflüchteten Menschen erzählt. Dabei geht es nicht um einzigartige Erfolgs-Geschichten, sondern um alltägliche Erfahrungen. Vielmehr geht’s um Dinge wie neuen Freundschaften, einer erfolgreichen Jobsuche, oder auch der Überwindung von Vorurteilen.

  • Mit „Share Your Story – Erzähl uns deine Geschichte“ leistet ZusammenHelfen in Oberösterreich einen aktiven Beitrag zu einer positiven und authentischen Berichterstattung in Zusammenhang mit geflüchteten Menschen.
  • Die Geschichten gibt’s zum Nachlesen auf dem Facebook-Portal „Share Your Story – Erzähl Deine Geschichte“
  • Alle Info’s, wie Geschichten eingereicht werden können gibt’s auf zusammen-helfen.at

Kilian Kleinschmidt im Interview über die „Arroganz des Helfens“

("Microphon" by #nmw unter CC-BY-ND on flickr.com)

(„Microphon“ by #nmw unter CC-BY-ND on flickr.com)

„Wenn ein Mensch auf der Flucht ist, wirft ihn das aus der Bahn, aber er ist nicht automatisch ein armer Mensch.“

Bis vor einem Jahr leitete Kilian Kleinschmidt das Flüchtlingslager Zaatari in Jordanien. Im Interview mit Katrin Zeug spricht er darüber, wie er in Zaatari mit Menschen klarkam, die Infrastruktur zerstören, Steine werfen, über Opferrollen und Helferinnen, über das, wie mit Kriminellen Flüchtlingen umgegangen werden kann und warum es klug wäre, Konzepte zu schaffen, bei denen Menschen noch eine Wahl haben.

Weil wir alle Menschen sind!

Die Volkshilfe Oberösterreich informiert zu Vorurteilen

Die Volkshilfe Oberösterreich informiert zu Vorurteilen

„Würden Sie Frauen und Kinder auf die Flucht mitnehmen, wenn Sie nicht wissen, ob sie diese überleben werden?“ „Kommen Sie mit 5 EUR 5 Cent am Tag aus?“ „Sie meinen, dass „das alles“ Wirtschaftsflüchtlinge sind?“

Wenn es um das Thema Flüchtlinge und Asyl geht, wird viel erzählt. Aber was davon stimmt eigentlich wirklich? Die Volkshilfe kämpft mit einer positiven Fakten-Kampagne unter dem Titel “Weil wir alle Menschen sind” gegen Vorurteile und Hetze gegen Flüchtlinge. Auf sieben unterschiedlichen Karten wird mit den derzeit gängigsten Vorurteilen und Irrtümern schwarz auf weiß aufgeräumt.

  • Die Karten hängen bereits an verschiedenen Stellen in der Stadtverwaltung Ansfelden und in den Tagesheimstätten. Die Kindergärten und das Eltern-Kind-Zentrum folgen in den nächsten Tagen.
  • Holen Sie sich Ihren Kartensatz persönlich beim Referat für kommunales Zusammenleben (bei Gregor Kraftschik). Bitte vorher anrufen: 07229/840-518 ist die richtige Nummer!
  • Wenn Sie mehr Karten haben möchten: Mag.a Stephanie Wögerbauer von der Volkshilfe OÖ hilft unter office@volkshilfe-ooe.at weiter!

Was bekommen Menschen, die Asyl suchen, eigentlich an finanzieller Unterstützung?

Bei Diskussionen taucht immer wieder die Frage auf, welche finanziellen Unterstützungen Menschen, die in Österreich um Asyl ansuchen bekommen. Dazu gibt’s vom Referenten für kommunales Zusammenleben der Stadt Ansfelden interessante Links zu Informationsmaterialien:

  • Die Arbeiterkammer OÖ informiert in ihrer Broschüre Menschlichkeit ist gefragt! Für einen Sozialstaat auf den wir alle stolz sein können“ über die verschiedenen Möglichkeiten, wie Asylwerberinnen und Asylwerber untergebracht und verpflegt werden können und wie hoch / niedrig das „Haushaltsbudget“ dabei jeweils ist.
  • Die Arbeiterkammer Wien präsentiert eine Studie von Konrad Hofer, die über die eingeschränkten Arbeits- und Erwerbsmöglichkeiten von Asylwerberinnen und Asylwerbern informiert. Dabei gibt es Einblicke über das Asylverfahren an sich, wie die Menschen später in den Quartieren leben und (mehr oder weniger) klarkommen und wie später das Fuß-fassen am Arbeitsmarkt (mehr oder weniger gut) gelingt.
  • Julia Beirer hat für eine Reportage in der Wiener Zeitung Faiz Rasuli, der aus Afghanistan geflüchtet ist und nun in einer WG in Wien lebt besucht. Dabei geht es auch darum, wie die Initiative „Flüchtlinge Willkommen“ versucht, Menschen ohne Heimat ein Gefühl von Zuhause zurückzugeben.
  • Auch hier am Blog „Zusammenleben in Ansfelden“ gibt’s  Informationen über den Arbeitsmarktzugang für Asylwerberinnen und Asylwerber, ein Glossar zu Begriffen wie Asylwerber, Asylant, Flüchtling und deren „Beigeschmäcker“,  und ein beispielhaftes Projekt, in dem im letzten Jahr Asylwerberinnen und Asylwerber in den Arbeitsprozess eingebunden wurden aufbereitet.

26. September: Tag der Flucht in OÖ

Der 26. September steht als „UNHCR Langer Tag der Flucht“ im Zeichen von Flucht und Asyl. Mitmachen, sich Austauschen, Zuhören, Diskutieren, Zusehen und Feiern – darum geht es auch bei Veranstaltungen und Angeboten in Oberösterreich. So lädt am Martin Luther Platz in Linz die Aktion „Fluchtpunkte“ zum Mitmachen ein: 16 Organisationen stellen bei interaktiven Stationen Etappen einer Flucht vom Heimatland bis nach Österreich symbolisch nach. In unserer Nachbarstadt Traun ergreifen im Schloss Traun Flüchtlinge und Asylsuchende selbst das Wort und erzählen ihre persönlichen Geschichten. Der Eintritt ist überall frei!