Behindertengleichstellung

Leichte Sprache – Mitspielen und Respekt voreinander

Knapp eine Million Menschen in Österreich verstehen komplexe Informationen von Behörden nicht, tun sich schwer Bücher oder Qualitätszeitungen zu lesen. 85.000 Menschen haben Lernschwierigkeiten. So zu Schreiben und Kommunizieren, dass möglichst viele verstehen ist ein Zeichen von Respekt gegenüber dem anderen. Welche Hürden gibt es beim Verstehen von Informationen? Wie kann man im Internet barrierefrei surfen? Können Gesetzestexte auch verständlicher formuliert werden?

  • Das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz schreibt vor: Niemand darf aufgrund einer Behinderung unmittelbar oder mittelbar diskriminiert werden. Damit sind auch Menschen mit Lernschwierigkeiten und Schwierigkeiten beim Verstehen von Informationen gemeint.
  • Leichte Sprache ist ein Gewinn für alle schreibt die Wiener Zeitung.
  • Das Netzwerk Capito hat rund 170 Kriterien erarbeitet, die ein Text erfüllen muss um als leicht Lesbar zu gelten.
  • Die Bibliothek Garsten möchte allen Menschen, die Freude an Büchern und am Lesen haben, Zugang zu ihren Informationen bieten und setzt seit 2017 auf Leichte Sprache.
  • Das Team der Abteilung Sozialservice und Zusammenleben in der Stadtverwaltung Ansfelden achtet bereits seit Jahren bei Informationen für Bürgerinnen und Bürger auf leicht verständliche Sprache. Ein Beispiel ist die Infobroschüre für das Angebot „Essen auf Rädern“.
  • Die Stadtverwaltung Ansfelden wird in Zukunft verstärkt auf Leichte Sprache in ihrer Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern achten. Dazu arbeitet ein Projektteam im Prozess Zusammenleben in Ansfelden aktuell an einem Fortbildungskonzept für Mitarbieterinnen und Mitarbeiter.