Arbeitsmarktzugang

Welche gemeinnützigen Tätigkeiten dürfen Menschen im Asylverfahren ausüben?

Logo Zusammenleben 600pxEinige Monate beschäftigte die Frage, welche Tätigkeiten Asylwerberinnen und Asylwerber im gemeinnützigen Bereich verrichten dürfen verschiedene Gremien. Seit Ende Oktober 2016 liegt nun eine präzisierte Liste vor, die definiert um welche Aufgaben es sich hierbei handeln kann. Nun können Menschen, die auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten bei Bund, Länder und Gemeinden ihre Fähigkeiten im Rahmen von gemeinnützige Hilfstätigkeiten einbringen. Entscheidend ist dabei, dass die (Hilfs-)tätigkeiten

  • anlass- bzw. projektbezogen sind
  • nicht auf Dauer ausgerichtet sind
  • und zusätzlich bestehende Arbeitsplätze nicht ersetzen oder gefährden

Das können zum Beispiel Unterstützung in der Verwaltung, Mitarbeit in städtischen Archiven,  Tätigkeiten im Bauhof an Gemeindeeigentum  wie Straßen- und Winterdienste oder Mithilfe am Friedhof, Hilfstätigkeitenim Bereich der öffentlichen Kindergärten,  Hilfstätigkeiten in den Kultureinrichtungen oder auch die Unterstützung bei kleineren Übersiedlungen im Rahmen der Gemeinde sein.

Ansfelden machte sich schlau über Arbeitsmöglichkeiten von Asylwerbern in Österreich

Sefa Yetkin vom AMS OÖ informierte die wissbegierigen Zuhörerinnen und Zuhörer über den Arbeitsmarktzugang von Asylwerberinnen und Asylwerbern.

Sefa Yetkin vom AMS OÖ informierte die wissbegierigen Zuhörerinnen und Zuhörer über den Arbeitsmarktzugang von Asylwerberinnen und Asylwerbern.

Wie ist das mit dem Arbeitsmarktzugang von Asylwerbern und Asylwerberinnen in Österreich? Was ist eine Beschäftigungsbewilligung, was Saisonarbeit? Dürfen „die“ eine Lehre machen oder wo dürfen „sie“ sonst arbeiten?

Diese und andere Fragen aus dem Leben beantwortete Sefa Yetkin als Migrationsbeauftragter des AMS Oberösterreich am 10. Februar 2016 im Anton-Bruckner-Centrum Ansfelden. 50 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen Bezirk kamen und informierten sich über Esatzkraftverfahren, Gemeinnützige Tätigkeit und Beschäftigungen, die eindeutig verboten sind.

Aus der Ansfeldner Stadtpolitik waren unter anderem Vizebürgermeisterin Renate Heitz, Sozialstadträtin Andrea Hettich und der Fraktionsobmann der GRÜNEN Thomas Lindmayer dabei. Eingeladen zum Vortrag hat Andreas Hiebl, Leiter des regionalen Kompetenzzentrums für Integration und Diversität (ReKI) in Linz Land.

10. Februar: Infoabend Arbeitsmöglichkeiten für Asylwerber in Österreich

REKIWie ist das mit dem Arbeitsmarktzugang von Asylwerbern und Asylwerberinnen in Österreich? Was ist eine Beschäftigungsbewilligung, was Saisonarbeit? Dürfen „die“ eine Lehre machen oder wo dürfen „sie“ sonst arbeiten? 

Diese und andere Fragen tauchen immer wieder auf. Sich gemeinsam dazu schlau machen macht Spaß und hilft weiter!

 Das Regionale Kompetenzzentrum für Integration und Diversität lädt zur gemeinsamen Fortbildung zum Thema „Arbeitsmöglichkeiten für Asylwerberinnen und Asylwerber“ ein:

  • Sefa Yetkin (Migrationsbeauftragter des AMS OÖ) hilft bei offenen Fragen rund um das Thema Arbeit und Beschäftigung für Asylsuchende weiter
  • Mittwoch, 10. Februar 2016 um 18:30 Uhr
  • ABC – Anton Bruckner Centrum Ansfelden | 4052 Ansfelden, Carlonestraße 2
  • Keine Kosten für Teilnehmerinnen und Teilnehmer!
  • Bitte um Anmeldung bei Andreas Hiebl vom Regionalen Kompetenzzentrum für Integration und Diversität (ReKI) Bezirk Linz-Land unter hiebl@volkshilfe-ooe.at oder +43 676 8734 7170

Was bekommen Menschen, die Asyl suchen, eigentlich an finanzieller Unterstützung?

Bei Diskussionen taucht immer wieder die Frage auf, welche finanziellen Unterstützungen Menschen, die in Österreich um Asyl ansuchen bekommen. Dazu gibt’s vom Referenten für kommunales Zusammenleben der Stadt Ansfelden interessante Links zu Informationsmaterialien:

  • Die Arbeiterkammer OÖ informiert in ihrer Broschüre Menschlichkeit ist gefragt! Für einen Sozialstaat auf den wir alle stolz sein können“ über die verschiedenen Möglichkeiten, wie Asylwerberinnen und Asylwerber untergebracht und verpflegt werden können und wie hoch / niedrig das „Haushaltsbudget“ dabei jeweils ist.
  • Die Arbeiterkammer Wien präsentiert eine Studie von Konrad Hofer, die über die eingeschränkten Arbeits- und Erwerbsmöglichkeiten von Asylwerberinnen und Asylwerbern informiert. Dabei gibt es Einblicke über das Asylverfahren an sich, wie die Menschen später in den Quartieren leben und (mehr oder weniger) klarkommen und wie später das Fuß-fassen am Arbeitsmarkt (mehr oder weniger gut) gelingt.
  • Julia Beirer hat für eine Reportage in der Wiener Zeitung Faiz Rasuli, der aus Afghanistan geflüchtet ist und nun in einer WG in Wien lebt besucht. Dabei geht es auch darum, wie die Initiative „Flüchtlinge Willkommen“ versucht, Menschen ohne Heimat ein Gefühl von Zuhause zurückzugeben.
  • Auch hier am Blog „Zusammenleben in Ansfelden“ gibt’s  Informationen über den Arbeitsmarktzugang für Asylwerberinnen und Asylwerber, ein Glossar zu Begriffen wie Asylwerber, Asylant, Flüchtling und deren „Beigeschmäcker“,  und ein beispielhaftes Projekt, in dem im letzten Jahr Asylwerberinnen und Asylwerber in den Arbeitsprozess eingebunden wurden aufbereitet.

Sachlich und smart für gutes Zusammenleben auftreten

Welche Möglichkeiten gibt es, sich weiterzubilden um selbst aktiv zu werden, wenn gegen „die Ausländer“ gehetzt wird? In diesem Beitrag stellen wir ein paar Links zu hilfreichen Materialien vor: Das Wissen darin kann Dich dabei unterstützten, auch in schwierigen Situationen gute sachliche Argumente parat zu haben – oder auch manchmal einfach mit unkonventionellen Techniken die Situation zu meistern.

Da mach ich nicht mit! Argumente gegen „rechte“ Sprüche

Cover Da mach ich nicht mit

Broschüre: Da mach ich nicht mit! Quelle: landdermenschen.at

Wer kennt das nicht: Man ist mit Freunden und Freundinnen am Abend unterwegs, und plötzlich schimpft jemand über „die Ausländer“. Einige lachen über solche Sprüche, manche schweigen betreten, andere wiederum versuchen, etwas dagegen zu sagen. Aber was? Und wie?

Hier aufzustehen erfordert Übung und Mut, selbstbewusst aufzustehen und das Wort zu ergreifen. Das Taschenbuch „Da mach ich nicht mit!“ vom Verein „Land der Menschen“ bietet Anregungen dazu, wie man locker auf Sprüche, die sich abwertend gegen andere Menschen richten reagieren kann.

Jedes mal anders. Geschichten über interkulturelle Begegnungen

Cover Broschüre: Jedes mal anders Quelle: landdermenschen.at

Cover Broschüre: Jedes mal anders
Quelle: landdermenschen.at

Wenn sich Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen begegnen und es zu einem Konflikt kommt, liegt oft die Vermutung nahe, dass der „kulturelle Hintergrund“ die Ursache sein könnte.

Ist’s aber wirklich so einfach? Reicht es, gewohnte Stereotype anzuwenden? Die Herausgeber und Herausgeberinnen des Heftes „Jedes mal anders“ meinen, dass dort, wo sich Menschen begegnen, eben einzigartige Menschen begegnen und das Wissen über all die „Unterschiede zwischen den Kulturen“ zwar weiterhilft, aber eben jedes mal anders anzuwenden ist.

Dass dieses Anwenden manchmal sehr einfach sein kann, wie das mit dem sich fremd fühlen, dem zugeordnet werden, dem sich anpassen und dem manchmal nicht anders können ist – darüber erzählen die Geschichten von Kwame, Lisa, Walter, Hakan und Ben – und regen zum Weiterdenken an

Von Atomen und Vorurteilen: Argumentationshilfe gegen ausländerfeindliche Argumente

Cover Broschüre Integration ist unser aller Bier Quelle: nachhaltig.at

Cover Broschüre Integration ist unser aller Bier
Quelle: nachhaltig.at

„Die Ausländer sind wirklich ein Problem“, „Die Asylanten kosten uns eine Menge Geld. Das sollten wir lieber für die eigenen Leute ausgeben. Da gibt es genug Arme!“ oder „Die haben alle so viele Kinder weil sie unser Sozialsystem ausnutzen“

Schon Albert Einstein hat gewusst, dass es leichter ist ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil. Im  Heftchen „Integration ist unser aller Bier“ gibt’s einige typische Beispiele von zu kurz gegriffenen ausländerfeindlichen Argumenten und genau so viele Vorschläge, wie man diese im Gespräch entkräften kann.

Mit migration.gv.at im Bild über das was und wie der Zuwanderung

Screenshot Migration.gv.at

Screenshot Migration.gv.at

Wie ist das eigentlich mit EU-Bürger &- Bürgerinnen, Drittstaatsangehörigen, der Rot-Weiß-Rot (Plus) Karte und den Sonderregelungen für Rotationsarbeitskräfte, Betriebsentsandte und Selbständige?

Migration.gv.at gibt mit dem Bereich „Formen der Zuwanderung“ hilfreiche Informationen über das was und wie, wenn einer oder eine nach Österreich kommt.

FAQ zu Arbeitsmarktzugang für Asylwerber und Asylwerberinnen

Screenshot praeker.at

Screenshot praeker.at

Wann haben Asylwerbern und Asylwerberinnen Zugang zum Arbeitsmarkt in Österreich? Was ist eine Beschäftigungsbewilligung, was Saisonarbeit? Dürfen „die“ eine Lehre machen oder wo dürfen „sie“ sonst arbeiten?

Die FAQs zum Arbeitsmarktzugang für Asylwerber und Asylwerberinnen (erstellt von asylkoordination österreich, dem Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen und helping hands) sollen als Orientierungshilfe in der aktuellen Diskussion um den Arbeitsmarktzugang dienen. Dabei wird der Status Quo der relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen kurz aber präzise erklärt, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

Was heißt hier Migrant?

Cover Broschüre Was heißt hier Migrant Quelle: politik-lernen.at

Cover Broschüre Was heißt hier Migrant
Quelle: politik-lernen.at

Von „A“ wie Abwandern über „G“ wie Globalisierung, „H“ wie Heimat oder „S“ wie Schmelztiegel bis „Z“ wie Zuwanderung: Die Broschüre „Was heißt hier Migrant?“ bietet Infos zu den 30 wichtigsten Begriffen zur Ab- und Zuwanderung in Österreich. Sie ist als Unterstützung für all jene gedacht, die nach allgemein gültigen Begriffsdefinitionen in den Bereichen Migration/Immigration suchen.

Als Teil des Projektes „Go4Diversity“ wurde sie 2010 von der Österreichischen UNESCO-Kommission in Kooperation mit dem Internationalen Terminologienetz erstellt und vom Europäischen Integrationsfond und dem Bundesministerium für Inneres gefördert.