Menschenrechte

Vortragsreihe Frauenleben.heute im Wissensturm

Weltweit sind etwa die Hälfte aller Flüchtlinge Frauen und Mädchen. Sie fliehen vor Krieg, Gewalt, Terror, Hunger, politischer oder religiöser Verfolgung. Aber auch vor Zwangsheirat, Arbeits- oder Bildungsverbot, genitaler Verstümmelung oder Vergewaltigungen. Das sind frauenspezifische Gründe, die nicht Bestandteil der Genfer Flüchtlingskonvention sind.  In der Vortragsreihe „Frauenleben.heute“ der Volkshochschule Linz in Kooperation mit dem Frauenzentrum Olympe der Volkshilfe Flüchtlings- und Migrantinnenbetreuung (gefördert von der österreichischen Gesellschaft für politische Bildung) kommen Frauen zu Wort, die das Thema Flucht aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.

  • Die nächsten Termine sind am 15. und 22. November 2017, jeweils um 18 Uhr im Wissensturm.
  • Mehr Informationen zur kostenlosen Vortragsreihe auf den Seiten der VHS Linz.

Stand up! Menschenrechte in der Praxis – Workshopangebote in Ansfelden

SOS-Menschenrechte tritt aktiv für Demokratie und Zivilcourage ein und fördert den interkulturellen Dialog. Durch Bildungsarbeit wie dem Angebot „Stand Up! Menschenrechte in der Praxis“ sensibilisiert sie insbesondere Kinder und Jugendliche für Fragen rund um den Schutz von Menschenrechten.

„Stand Up!“ ist für Schulen, Jugendorganisationen, Gemeinden, Aus- und Fortbildungseinrichtungen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung geeignet. Das Angebot ist modular zu Themen wie Demokratie, Flucht und Asyl, Zivilcourage, Diversität, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit oder Armut und Medien aufgebaut und im Ausmaß von zwei Stunden bis zu mehreren Tagen buchbar. Darüber hinaus bietet SOS Menschenrechte ein vierstündiges Planspiel zum Thema Medien an.

  • Die Stadt Ansfelden ermutigt im Rahmen von Zusammenleben in Ansfelden Ansfeldner Organisationen – besonders im Jugendbereich – das Angebot zu nutzen.
  • Mehr Informationen über das Was & Wie und die Umsetzung gibt’s auf den Seiten von SOS-Menschenrechte oder auch im Folder.
  • Ansfelden fördert Schulen und Jugendeinrichtungen, die das Angebot nutzen möchten im Rahmen der Förderschiene Jack D.

Stadt fördert Zeitgeschichte-Lernen in NMS Ansfelden mit Jack D.

Zeitzeugin Anna Hackl gemeinsam mit Lernenden beim Besuch in der NMS Ansfelden.

Wer mit 16 Jahren wählen darf, sollte Zusammenhänge und Folgen der Geschichte kennen: Unter diesem Leitgedanken engagieren sich Lehrende an der NMS Ansfelden außerordentlich und bieten den Lernenden neben dem „normalen Unterricht“ zusätzliche Bildungsmöglichkeiten an. Beim Besuch der Gedenk- und Lernorte Hartheim und Mauthausen, des Zeitgeschichtemuseums in der Voestalpine Linz und im Gespräch mit Zeitzeuginnen erfahren Schülerinnen und Schüler der 8. Schulstufe der NMS Ansfelden mehr über geschichtliche Zusammenhänge. Die Stadt Ansfelden fördert die demokratiepolitisch wichtige Bildung im Rahmen von „Jack D. – Check Demokratie“, einem Angebot der Stadt Ansfelden zur Förderung des guten Zusammenlebens.

Da mach ich nicht mit!

Wer kennt das nicht: Man ist mit Freunden und Freundinnen am Abend unterwegs, und plötzlich schimpft jemand über „die Ausländer“. Einige lachen über solche Sprüche, manche schweigen betreten, andere wiederum versuchen, etwas dagegen zu sagen. Aber was? Und wie? Hier aufzustehen erfordert Übung und Mut, selbstbewusst aufzustehen und das Wort zu ergreifen.

Das Taschenbuch „Da mach ich nicht mit!“ vom Verein „Land der Menschen“ bietet Anregungen dazu, wie man locker auf Sprüche, die sich abwertend gegen andere Menschen richten reagieren kann. Seit 2009 sind bereits vier Auflagen des Büchleins produziert worden. Neu in der Auflage:  Erklärdungen zu Rechtspopulismus und Rechtsextremismus und eine Anleitung für den Umgang mit „Hate Speech“ im Internet.

Welche Möglichkeiten gibt es, sich weiterzubilden um selbst aktiv zu werden, wenn gegen „die Ausländer“ gehetzt wird? Im Februar 2015 haben wir am Blog Zusammenleben bereits ein paar Links zu hilfreichen Materialien vorgestellt: Das Wissen darin kann Dich dabei unterstützten, auch in schwierigen Situationen gute sachliche Argumente parat zu haben – oder auch manchmal einfach mit unkonventionellen Techniken die Situation zu meistern.

Demokratie-Menschenrechte-Zivilcourage: Ansfelden unterstützt mit Jack D. junge Bildungshungrige

Wie spürt sich Demokratie an? Was heißt Mitgestalten? Wie werden Gesetze in Oberösterreich beschlossen? Worauf ist es schlau zu achten, wenn ich mir eine eigene Meinung bilde? Wann kann ich in „unangenhemen Situationen“ selbst eingreifen? Mit dem Fördertopf Jack D. (check Demokratie) unterstützt die Stadt Ansfelden junge Menschen in Schulen und Vereinen dabei, sich zu den Themen „Demokratie“, „Zivilcourage“ und „Menschenrechte“ weiterzubilden. Denn: politische Bildung junger Menschen ist ein wesentlicher Motor für das Gelingen von gutem Zusammenleben in der Stadt.

Vortrag: „Die extremistische Herausforderung“

In vielen Teilen Europas sind nationalistische und religiöse ExtremistInnen auf dem Vormarsch. Autoritäre Politikmodelle setzen sich durch: Sie stellen die Demokratie und Menschenrechte in Frage. Neben „traditionellen“ Neonazis tauchen vermeintlich neue Gruppen wie die „Identitären“ auf. Extremismen finden wir aber auch in Gemeinschaften von MigrantInnen, etwa die „Grauen Wölfe“ oder SalafistInnen.

Der freie Journalist Thomas Rammerstorfer gibt am Do, 26. Jänner 2017 im Arcobaleno in Linz einen Überblick über die vielfältigen extremistischen Herausforderungen unserer Tage, speziell auch über deren Erscheinungsformen in Oberösterreich und Linz.

Vortragsreihe im Wissensturm: Flüchtlingskrise = Krise der Gesellschaft?

Der Wissensturm der Volkshochschule Linz bietet gemeinsam mit SOS im September eine Vortragsreihe und Ausstellung zum Thema „Flüchtlingskrise = Krise der Gesellschaft?“ an. Dabei gehen Vortragende und Publikum an drei Abenden (ab 12. September 2016; jeweils Montags 19 Uhr, bei freiem Eintritt) Fragen nach wie: Wie wirkt und wandelt der mediale Diskurs über Flüchtlinge auf die Konstruktion der Realität? Ist Europa im Umgang mit der Flüchtlingsbewegung an seine Grenzen gekommen? Welche Chancen, Grenzen und Forderungen hat die Freiwilligenarbeit rund um die Ereignisse im Sommer 2015?

Die Vorträge werden von a. Univ-Prof. Dr. Walter Ötsch (JKU) moderiert, die Medienwerkstatt Linz zeichnet die Wissenserweiterungen auf.

Den Schirm für ein Recht auf Leben in Würde aufspannen

Umbrellamarch_2016Die Caritas Flüchtlingshilfe, SOS-Menschenrechte Österreich und die Volkshilfe Flüchtlings- und MigrantInnenbetreuung laden am 20. Juni 2016 ab 16.30 Uhr zum gemeinsamen Umbrella-March in Linz ein.

Die europaweite Aktion macht auf die Situation von notleidenden Flüchtlingen im Rahmen der EU-Asylpolitik aufmerksam. Mit aufgespannten Schirmen, die den Schutz für Flüchtlinge symbolisieren, startet der Marsch am Martin Luther Platz und führt zum AEC Maindeck, wo es um 17.30 Uhr eine Abschlusskundgebung geben wird.

79.000 Menschen, 18km² – Zaatari vom Flüchtlingscamp zu einer jordanischen Großstadt

Zaatari_refugee_camp,_Jordan_(2)Mitten in der jordanischen Wüste liegt das Flüchtlingscamp Zaatari. Auf 18 km² leben dort rund 79.000 Menschen, die im syrischen Krieg ihr Zuhause verloren haben. Verantwortlich ist das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen UNHCR; Leiter der Siedlung war der deutsche Entwicklungshelfer Kilian Kleinschmidt. Kleinschmidt war am 5. März Keynote-Speaker bei der „1. Konferenz für Helfer von Menschen auf der Flucht“ im Landhaus Linz. „Woanders dauert es 20 Jahre eine Gesellschaft zu entwickeln, wir haben es in Monaten geschafft“ fasste er die Entwicklung des Camps zusammen.

Aus dem weltgrößten Flüchtlingslager hat sich mittlerweile eine feste Siedlung entwickelt, die zur viertgrößten Stadt in Jordanien anvancierte. Die Dokumentation „Zaatari: Ein Tag im Leben“ bietet einen einzigartigen Einblick in das Leben im Flüchtlingslager. Gleichzeitig zeigt sie auf eindrückliche Weise, was passiert, wenn unterschiedliche Visionen aufeinandertreffen – und wie durch vertrauensvolle Zusammenarbeit, auch unter schwierigen Umständen, passende Lösungen für alle gefunden werden können.

  • In 15 Folgen zu rund 6 Minuten gibt es die Möglichkeit, UNHCR Helfern bei ihrer täglichen Arbeit in Zaatari über die Schulter zu schauen (über die Mediathek der UNHCR oder auch direkt über die Playlist auf Youtube)

Asylverfahren in Österreich – wie geht das?

AsylverfahrenDas Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl stellt auf seiner Seite zwei hilfreiche und informative Medien bereit. Beide Informationen sind in einfacher Sprache geschrieben, so dass sie von möglichst vielen Menschen möglichst einfach verstanden werden können: