Lesenswertes von Überall

#GegenHassimNetz unterstützt bei Hass, Hetze und Cyber-Mobbing

Hass im Netz ist allgegenwärtig und betrifft viele Nutzerinnen und Nutzer – egal ob als Opfer oder als Zeuge oder Zeugin. Online Hass und Hetze beeinflusst die öffentliche Meinung und stellt daher eine potenzielle Gefahr für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit dar.
Die Beratungsstelle #GegenHassimNetz unterstützt von Hass, Hetze und Cyber-Mobbing betroffene Internet-Userinnen & User dabei, gegen entsprechende Inhalte effektiv vorzugehen. Die berät über Handlungsoptionen, Gegenstrategien und bietet Unterstützung bei möglichen rechtlichen und anderen Schritten. Zusätzlich melden die juristisch und psychosozial geschulten Mitarbeiter & Mitarbeiterinnen entsprechende Inhalte bei den jeweiligen IT-Unternehmen, um eine Löschung zu erwirken.

Geht das: mit meinen Kindern in der Sprache reden, die ich will?

Klar ist: Deutschkurse schaffen Chancen. Manche sehen sie auch als (scheinbare) Lösung aller Integrationsprobleme. Wie ist das jedoch, wenn man als Italienerin angefeindet wird, wenn man sich mit seinen Kindern in einer anderen Sprache als Deutsch unterhält? „Die alte Dame hat sich aufgeregt, weil man ihrer Meinung nach österreichischen Kindern nicht Türkisch beibringen soll und mir unterstellt, dass ich kein Deutsch könne“ – Aysun Bayizilioglu hat sich für die Presse angesehen, wie es darum steht, eine beliebige Sprache sprechen „zu dürfen“, was türkisch Sprechende mit Vorarlbergern gemeinsam haben und ob es gute und böse Sprachen gibt – und welche das sind.

  • „Aber trotzdem muss man sich bemühen, Deutsch zu lernen. Denn ohne die Sprache der Aufnahmegesellschaft zu können, kann man sich nicht integrieren.“ – lesen Sie den ganzen Bericht auf diepresse.at
  • Die Sprachkurse des BFI in Traun helfen dabei!
  • Ansfelden unterstützt mit „Mama lernt Deutsch“ im Rahmen von Zusammenleben in Ansfelden ab Herbst 2017 eine Gruppe engagierter Mütter, die ihre Sprachkenntnisse im Alltag verbessern möchten.

(Mehr)-Sprachentwicklung gut unterstützen und Auffälligkeiten erkennen mit kindersprache.org

Sprache ist eine Schlüsselkompetenz – denn Sprache öffnet Türen zum erfolgreichen Lernen, für Freundschaften und Beziehungen und das selbstbewusste Mitwirken in der Welt. Das Projekt „kindersprache.org“ des Konventhospitals Barmherzige Brüder sowie der Kinder- und Jugendhilfe Oberösterreich bietet eine erste Anlaufstelle für Informationen rund um Kindersprache und Sprachentwicklung.

Neben Informationen zur allgemeinen Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit finden Eltern von Kindern bis zum 6. Lebensjahr Hilfen zum frühen Erkennen von Auffälligkeiten der Sprachentwicklung und auch Information über professionelle Abklärungs- und Diagnostikangebote. Darüber hinaus werden zahlreiche Sprachfördertipps im Alltag für die unterschiedlichen Entwicklungsphasen angeführt sowie pädagogische und therapeutische Angebote bzw. Kontaktstellen erläutert.

  • Besonders die Informationen zu Formen der Mehrsprachigkeit sind für Elternin einem vielfältigen Umfeld interessant.
  • Auch die FAQ zu Fragen wie „Wie kann ich darauf reagieren, wenn mir das nächste Mal jemand empfiehlt, mit meinem Kind Deutsch zu sprechen oder mir sagt, dass Zweisprachigkeit schlecht für mein Kind ist?“ sind hilfreich bei der mehrsprachigen Erziehung.

Mit einem praktischen Baukasten seine eigene Verschwörungstheorie gestalten

Im Mai 2017 luden die Brücken~bauer~Innen im Prozess „Zusammenleben in Ansfelden“ zur Weiterbildung „Schall und Rauch: Die Verschwörung“ mit Thomas Rammerstorfer. Dabei ging’s um Fragen wie: wem nutzt eine Verschwörungstheorie? Wie entsteht sie? Was kann ich dabei tun?

Die TV-Sender SRF, ORF, Arte und BR nehmen sich nun dem Phänomen „Verschwörungstheorien“ an und bieten ein transmediales Informationsportal an, das die Mechanismen beleuchtet. Mitte Juni 2017 ging das umfangreiche Webprojekt unter www.dieweltherrschaft.net online.

Darin gibt’s Infos über die immer wiederkehrenden Strukturen und Motive populärer Verschwörungstheorien. Besonders spannend: Nach einem Baukastensystem können Userinnen und User online eine eigene personalisierte Verschwörungstheorie bauen. Dabei lernen sie,  die wiederkehrenden Muster und Strukturen von Verschwörungstheorien zu erkennen und spielerisch anzuwenden.

Barrierefreiere Veranstaltungen planen mit Ramp-Up.me

Mit Unterzeichnung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (kurz UN-Behindertenrechtskonvention) verpflichtet sich Österreich, die Menschenrechte von Menschen mit Beeinträchtigungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten. Die Infoseite Ramp-Up.me des Vereins Sozialhelden e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, gesellschaftliche Vielfalt und Teilhabe auf der Bühne und den Zuschauerrängen zu fördern. Dort gibt es Tipps und Hinweise, wie Veranstaltende ihre Veranstaltungen barrierefrei durchführen:  Veranstaltungsort barrierefreier machen, mehr Vielfalt in Dein Programm bekommen,  und mit gezielter Kommunikation mehr Menschen erreichen – das alles trägt dazu bei, die Veranstaltung für ein großes, vielfältiges Publikum zu öffnen.

 

Da mach ich nicht mit!

Wer kennt das nicht: Man ist mit Freunden und Freundinnen am Abend unterwegs, und plötzlich schimpft jemand über „die Ausländer“. Einige lachen über solche Sprüche, manche schweigen betreten, andere wiederum versuchen, etwas dagegen zu sagen. Aber was? Und wie? Hier aufzustehen erfordert Übung und Mut, selbstbewusst aufzustehen und das Wort zu ergreifen.

Das Taschenbuch „Da mach ich nicht mit!“ vom Verein „Land der Menschen“ bietet Anregungen dazu, wie man locker auf Sprüche, die sich abwertend gegen andere Menschen richten reagieren kann. Seit 2009 sind bereits vier Auflagen des Büchleins produziert worden. Neu in der Auflage:  Erklärdungen zu Rechtspopulismus und Rechtsextremismus und eine Anleitung für den Umgang mit „Hate Speech“ im Internet.

Welche Möglichkeiten gibt es, sich weiterzubilden um selbst aktiv zu werden, wenn gegen „die Ausländer“ gehetzt wird? Im Februar 2015 haben wir am Blog Zusammenleben bereits ein paar Links zu hilfreichen Materialien vorgestellt: Das Wissen darin kann Dich dabei unterstützten, auch in schwierigen Situationen gute sachliche Argumente parat zu haben – oder auch manchmal einfach mit unkonventionellen Techniken die Situation zu meistern.

Strategien gegen den Hass im Netz

Kein Platz für Hassbotschaften in Ansfelden – und in den Sozialen Medien?

Die Deutsche Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) fördert nach Eigendefinition „das Verständnis für politische Sachverhalte“ und festigt „das demokratische Bewusstsein“. In den sozialen Medien tobt – Stichworte: Fake News, Hasskommentare, „Lügenpresse“ – ein Kampf um die Wahrheit. Welche Strategien die bpb entwickelt hat, damit demokratische Grundwerte dabei nicht auf der Strecke bleiben, dazu hat sich Ruth Hutsteiner für science.orf.at mit  Caroline Hornstein Tomić unterhalten. Sie ist seit dem 1. April 2016 Leiterin der Fachabteilung der Bundeszentrale für politische Bildung und koordiniert und steuert die inhaltliche Arbeit und die Planungsprozesse in den unterschiedlichen Fachbereichen der bpb.

Die radikalisierte Gesellschaft: Parallelen zwischen Neonazis und Fitnessfreaks

Das Department für Migration und Globalisierung an der Donau-Universität Krems lud am 7. und 8. März 2017 zur Tagung „Das öffentliche Gespräch in der Demokratie“. Sozialpsychologe Ernst-Dieter Lantermann (emeritierter Professor für Persönlichkeits- und Sozialpsychologie an der Universität Kassel) brachte mit seinem Vortrag „Die radikalisierte Gesellschaft“ Erkenntnisse zu Dialog und Resilienz gegenüber Fanatismus und Radikalisierung aus sozialpsychologischer Sicht ein.

Was haben Globalisierung und Individualisierung mit radikalem Denken und fanatischem Handeln zu tun? Wie ist der Einfluss eines stabil positiven Selbstwertgefühl darauf? Welche Rolle spielen Echoräume dabei? Und welche Rolle spielt die Bildung dabei und kann sie vor Radikalisierung schützen? Was kann überhaupt davor schützen?

  • Lisa Mayr hat sich für den Standard.at mit ihm über diese Fragen unterhalten und gibt damit Einblicke in den Vortrag an der Donau-Uni Krems und in sein soeben
  • neu erschienenes Buch „Die radikalisierte Gesellschaft. Von der Logik des Fanatismus“.

 

How to be Österreich – Ansfelden hört die Lesung aus dem Werteguide für Integrationswillige

Alle sprechen von Integration und von Werten. Nur, wie geht eigentlich Österreich, abseits von freundlich Grüßen und pünktlich sein? Der Wiener Satiriker Maximilian Zirkowitsch las auf Einladung der Stadt Ansfelden am Montag 28. November 2016 im Neuen Stadtzentrum unter anderem aus seinem neuen Buch „How to be Österreich“.

Im stimmungsvollen Ambiente auf der Glasbrücke im Neuen Stadtzentrum und unter dem romantischen Schimmern der Adventbeleuchtung, vermittelte er dabei den Besucherinnen und Besuchern der Lesung österreichische Werte abseits von Fleiß und Tugend in einem kurzweiligen „ABC der Befindlichkeiten“. Dabei erstreckte sich der Bogen von Arschkriechen („auch Popolismus genannt“) bis Zivilcourage.

Welche gemeinnützigen Tätigkeiten dürfen Menschen im Asylverfahren ausüben?

Logo Zusammenleben 600pxEinige Monate beschäftigte die Frage, welche Tätigkeiten Asylwerberinnen und Asylwerber im gemeinnützigen Bereich verrichten dürfen verschiedene Gremien. Seit Ende Oktober 2016 liegt nun eine präzisierte Liste vor, die definiert um welche Aufgaben es sich hierbei handeln kann. Nun können Menschen, die auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten bei Bund, Länder und Gemeinden ihre Fähigkeiten im Rahmen von gemeinnützige Hilfstätigkeiten einbringen. Entscheidend ist dabei, dass die (Hilfs-)tätigkeiten

  • anlass- bzw. projektbezogen sind
  • nicht auf Dauer ausgerichtet sind
  • und zusätzlich bestehende Arbeitsplätze nicht ersetzen oder gefährden

Das können zum Beispiel Unterstützung in der Verwaltung, Mitarbeit in städtischen Archiven,  Tätigkeiten im Bauhof an Gemeindeeigentum  wie Straßen- und Winterdienste oder Mithilfe am Friedhof, Hilfstätigkeitenim Bereich der öffentlichen Kindergärten,  Hilfstätigkeiten in den Kultureinrichtungen oder auch die Unterstützung bei kleineren Übersiedlungen im Rahmen der Gemeinde sein.