Idee zum Weiterdenken

Wanderausstellung „Steuer-Tricks – wer bietet weniger?“ in Ansfelden

Steuern sind die wesentlichste Grundlage aller öffentlichen Leistungen und Güter. Ohne Steuern gäbe es kein öffentliches Bildungs-, Gesundheits- oder Sozialsystem, keine öffentliche Infrastruktur, keine Straßen, keinen Rechtsstaat und vieles andere auch nicht. Steuergelder bilden somit auch die Basis dafür, als Stadt wirkungsvolle Angebote setzen zu können, die den Menschen hier zugute kommen. Mit Steuermitteln finanziert die Stadt Angebote, die gutes Zusammenleben zwischen den Menschen fördern.

Steuersysteme geraten zunehmend unter Druck

Die Stadt Ansfelden bietet nun im Neuen Stadtzentrum eine weiterbildende Ausstellung an. Noch bis 12. Oktober 2017 haben Interessierte die Möglichkeit, sich über die Themen Steuervermeidung, Steuerflucht und die Auswirkungen in der Wanderausstellung „Steuer-Tricks – wer bietet weniger?“ der Arbeiterkammer Oberösterreich zu informieren. Die Ausstellung befindet sich im 2. Obergeschoß des neuen Stadtzentrums Ansfelden im Foyer vor dem Festsaal. Die Ausstellung ist öffentlich und kostenlos während der Öffnungszeiten des Stadtamtes (Montag bis Freitag von 7 bis 12 Uhr, Donnerstag auch von 14 bis 16 Uhr) zugänglich.

3. HelferInnenkonferenz „ZusammenHelfen in OÖ – Gemeinsam für geflüchtete Menschen“

Integrations-Landesrat Rudi Anschober und das Team von ZusammenHelfen in OÖ laden am Samstag, 9. September 2017 zur 3. HelferInnenkonferenz „ZusammenHelfen in OÖ – Gemeinsam für geflüchtete Menschen“ in die POSTCITY Linz ein.

Die Konferenz bietet Engagierten aus Zivilgesellschaft, Behörden, Politik und den Betroffenen in Oberösterreich ein bunt gemischtes Programm mit neuen Perspektiven, aktuellen Entwicklungen, Herausforderungen sowie  Projekten rund um das Thema „Gemeinsam für geflüchtete Menschen“. Auf die Besucherinnen und Besucher warten fachliche Inputs zu den Themen „International“, „Integration“, „Chancen“ und „Medien“. Zusätzlich gibt es auch viele Möglichkeiten der Vernetzung mit Gleichgesinnten – u.a. im ZusammenKommenLab im Festivalbereich, das übrigens an allen fünf Tagen des Ars Electronica Festivals stattfindet.

Woran arbeiten die engagierten Menschen im Rahmen von Zusammenleben in Ansfelden aktuell?

Bürgermeister Manfred Baumberger, Sozialstadträtin Andrea Hettich, Vizebürgermeisterin Renate Heitz und Referent für kommunales Zusammenleben
Mag. Gregor Kraftschik mit den Informationstafeln über die aktuellen Arbeitsfelder.

Vor rund sieben Jahren ergriff die Stadt Ansfelden die Initiative des Landes OÖ und startete den Prozess Zusammenleben in Ansfelden. Ziel dabei war es einerseits klare Richtlinien für die „Integrationsarbeit“ in der Stadt zu schaffen und andererseits die Stadt durch gute Arbeit im Fachbereich attraktiv zu gestalten.

Im Rahmen des Ansfelden.Engagiert.Fest 2017 informierten sich die aktiven Mitdenkerinnen und Mitdenker darüber, woran momentan Menschen im Prozess „Zusammenleben in Ansfelden“ arbeiten:

  • Mitglieder der Arbeitsgruppe „Bildung“ überlegen mit dem Projekt „VOLLe.KANNe“, wie kreative Potentiale in der Stadt noch sichtbarer und nutzbarer gemacht werden können.
  • Die Mitdenkerinnen und Mitdenker in der AG „Soziales & Gesundheit“ luden im Frühjahr zum Vernetzungsworkshop „Vielfalt.Gesundheit“ ein und überlegten gemeinsam mit Gesundheitsdienstleistenden der Stadt, wie mit den Herausforderungen und Chancen von Vielfalt konstruktiv umgegangen werden kann.
  • Engagierte in der AG „Freizeit & Begegnung“ erarbeiteten unter dem Titel „Vielfalt.Ferienprogramm“ Ideen dazu, wie das Kinderferienprogramm der Stadt auch für weitere Zielgruppen als die bisher angesprochenen attraktiv gestaltet werden kann.
  • Mit „Zwei Halbzeiten für eine Stadt“ lädt das Projektteam rund um „Gemeinsam sind wir Stadt“ zum Dialog über die verschiedenen Sichtweisen auf die Grundwerte der Stadt ein.
  • In der Arbeitsgruppe „30 Jahre Stadt Ansfelden“ engagieren sich kreative Köpfe um mit handfesten Ideen ein Stadtfest zum „g’spüren“ kommendes Jahr anbieten zu können.
  • Die Brücken~bauer~innen boten im Frühjahr mit dem Glücksfest und den Inputs zu „Fake News“ und „Verschwörungstheorien“ Sensibilisierung und Wissenserweiterung für die interessierten Bürgerinnen und Bürger an.
  • Das Wissen, welches sich mehrsprachige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung im Lehrgang „Plus.Mehrsprachigkeit“ aneigneten unterstützt und stärkt sie in ihrer Rolle bei Sprachmitteleinsätzen.
  • Schließlich brachte die Fortbildung zum Thema „Wert der Mehrsprachigkeit“ für die Mitglieder der Steuergruppe und der AG Bildung neue Denkansätze zur frühen Förderung von Sprache in den Kindergärten.

Die besondere Qualität im Prozess „Zusammenleben in Ansfelden“ gründet dabei auf:

  • Die Arbeitsgruppen setzen sich aus Expertinnen & Experten der organisierten Zivilgesellschaft zusammen. Das bedeutet, dass sie in einem Verein oder einer Organisation angeknüpft sind und dort besonderes Fachwissen haben. Sie analysieren in den Arbeits- und Projektgruppen die Bedarfe um gutes Zusammenleben in Ansfelden weiter voranzutreiben und erdenken dabei gemeinsam Handlungsansätze.
  • Die Steuergruppe ist mit Mitgliedern aller Fraktionen besetzt und wird durch Fachkräfte der Verwaltung ergänzt. Die Vorschläge aus den Arbeitsgruppen werden in den Sitzungen der Arbeitsgruppen diskutiert und verknüpft. Danach geht eine Empfehlung an den Gemeinderat, der im Endeffekt das Budget dafür beschließt.

Mit einem praktischen Baukasten seine eigene Verschwörungstheorie gestalten

Im Mai 2017 luden die Brücken~bauer~Innen im Prozess „Zusammenleben in Ansfelden“ zur Weiterbildung „Schall und Rauch: Die Verschwörung“ mit Thomas Rammerstorfer. Dabei ging’s um Fragen wie: wem nutzt eine Verschwörungstheorie? Wie entsteht sie? Was kann ich dabei tun?

Die TV-Sender SRF, ORF, Arte und BR nehmen sich nun dem Phänomen „Verschwörungstheorien“ an und bieten ein transmediales Informationsportal an, das die Mechanismen beleuchtet. Mitte Juni 2017 ging das umfangreiche Webprojekt unter www.dieweltherrschaft.net online.

Darin gibt’s Infos über die immer wiederkehrenden Strukturen und Motive populärer Verschwörungstheorien. Besonders spannend: Nach einem Baukastensystem können Userinnen und User online eine eigene personalisierte Verschwörungstheorie bauen. Dabei lernen sie,  die wiederkehrenden Muster und Strukturen von Verschwörungstheorien zu erkennen und spielerisch anzuwenden.

Eine bunte Stadt – Respekt und Vielfalt gehören zu Ansfelden dazu

Rund 60 Paare heiraten pro Jahr in Ansfelden und sagen „Ja!“ zu einem gemeinsamen Weg. Im Juli 2017 gibt’s am Standesamt in der Stadt das erste mal eine Verpartnerung im feierlichen Rahmen. Bis April 2017 war die Verpartnerung für gleichgeschlechtliche Menschen nur auf den Bezirkshauptmannschaften möglich – oft in sehr nüchternem Rahmen.

Bürgermeister Manfred Baumberger freut sich über die respektable Weiterentwicklung und stellt mit einer Bildbotschaft fest: „Am Ansfeldner Standesamt sind alle liebenden Menschen herzlich willkommen. Egal welches Familienmodell Menschen für sich wählen: Familie ist dort, wo Liebe ist! Respekt und Vielfalt gehören einfach zur Stadt dazu.“

Ein Kunstwerk voller RESPEKT für Ansfelden

Am Spielplatz Bergstraße im Stadtteil Ansfelden gibt’s eine Betonwand, die viel grauen Charme versprühte. Der junge Graffiti-Künstler Marcel aus Ansfelden hat sich für mehr Farbe in Ansfelden stark gemacht und auch gleich die Verschönerung selbst in die Hand genommen. Seit ein paar Tagen strahlt die Wand im neuem Design und zeugt von „Respekt“ – einem der Grundwerte in der Stadt Ansfelden. Besonders toll: Das Projekt wurde im Jugendauschuss der Stadt einstimmig beschlossen, vom Bürgermeister gefördert und vom Jugendbüro unterstützt.

Barrierefreiere Veranstaltungen planen mit Ramp-Up.me

Mit Unterzeichnung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (kurz UN-Behindertenrechtskonvention) verpflichtet sich Österreich, die Menschenrechte von Menschen mit Beeinträchtigungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten. Die Infoseite Ramp-Up.me des Vereins Sozialhelden e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, gesellschaftliche Vielfalt und Teilhabe auf der Bühne und den Zuschauerrängen zu fördern. Dort gibt es Tipps und Hinweise, wie Veranstaltende ihre Veranstaltungen barrierefrei durchführen:  Veranstaltungsort barrierefreier machen, mehr Vielfalt in Dein Programm bekommen,  und mit gezielter Kommunikation mehr Menschen erreichen – das alles trägt dazu bei, die Veranstaltung für ein großes, vielfältiges Publikum zu öffnen.

 

Da mach ich nicht mit!

Wer kennt das nicht: Man ist mit Freunden und Freundinnen am Abend unterwegs, und plötzlich schimpft jemand über „die Ausländer“. Einige lachen über solche Sprüche, manche schweigen betreten, andere wiederum versuchen, etwas dagegen zu sagen. Aber was? Und wie? Hier aufzustehen erfordert Übung und Mut, selbstbewusst aufzustehen und das Wort zu ergreifen.

Das Taschenbuch „Da mach ich nicht mit!“ vom Verein „Land der Menschen“ bietet Anregungen dazu, wie man locker auf Sprüche, die sich abwertend gegen andere Menschen richten reagieren kann. Seit 2009 sind bereits vier Auflagen des Büchleins produziert worden. Neu in der Auflage:  Erklärdungen zu Rechtspopulismus und Rechtsextremismus und eine Anleitung für den Umgang mit „Hate Speech“ im Internet.

Welche Möglichkeiten gibt es, sich weiterzubilden um selbst aktiv zu werden, wenn gegen „die Ausländer“ gehetzt wird? Im Februar 2015 haben wir am Blog Zusammenleben bereits ein paar Links zu hilfreichen Materialien vorgestellt: Das Wissen darin kann Dich dabei unterstützten, auch in schwierigen Situationen gute sachliche Argumente parat zu haben – oder auch manchmal einfach mit unkonventionellen Techniken die Situation zu meistern.

Ansfeldner Glücksfest am 20. März: Was brauch ich zum Glücklich-Sein?

Der 20. März 2017 ist Frühlingsbeginn und Internationaler Tag des Glücks. Die Ansfeldner Brücken~bauer~innen im Rahmen von Zusammenleben in Ansfelden feiern dazu mit befreundeten Organisationen und Initiativen das 1. Ansfeldner Glücksfest am Hauptplatz Ansfelden im Stadtteil Haid und laden ein zum mitfeiern. Bei Livemusik, Glücks-Tee, Glücks-Kekse und Glück-Wunschkarten wollen wir gemeinsam der Frage nachgehen: Was brauche ich zum Glücklichsein? Was braucht’s rundherum, damit wir (noch) glücklicher sein können?

  • Mo, 20. März 2017 ab 17.30 Uhr bis etwa 20.00 Uhr
  • am Hauptplatz oder bei miesem Wetter im Festsaal (2. OG, Eingang Parkdeck nutzen!).
  • Mitmachen bringts und ist kostenlos!

KuleS Ansfelden – Stadt entwickelt gemeinsam ihre Kulturstrategie weiter

„Die Brucknerstadt Ansfelden verfügt über ein vielfältiges und reges Kulturangebot. Darauf sind wir mit Recht stolz. Aber auch was schon gut ist, soll noch die Chance erhalten, besser werden zu können“ (Vizebürgermeisterin Renate Heitz und Bürgermeister Manfred Baumberger).

Bereits vor einigen Jahren entwickelte die Stadt Ansfelden kooperativ ihr Kultur-Leitbild. Prozesshaft wurde dabei erarbeitet, welche Stratgegien die Stadt im Rahmen des Kulturbetriebes verfolgen soll, welche Ziele sie erreichen will, und welche Maßnahmen sie dazu setzt. 2016 luden nun Kultur-Stadträtin und Vizebürgermeisterin Renate Heitz und Bürgermeister Manfred Baumberger zur Weiterarbeit im Strategieprozess ein.  Jetzt geht es darum, die Zwischenergebnisse in konkrete Maßnahmenvorschläge zu gießen und mit bestehenden Initiativen und Arbeitsgruppen zu verbinden.

Folgende Fokusthemen bilden dabei den Rahmen der Diskussion, die wiederum offen für Ideen und Anregungen ist:

  • Kinder- und Jugendkultur (Familien)
  • Offene Räume (Begegnung von 0 – 100)
  • Interkulturalität / Kulturvielfalt

Am  Dienstag, 4. April 2017, 18 Uhr, Stadtsaal Haid (Stadtamt, Hauptplatz 41, 4053 Haid) wird weiter an der Kulturentwicklungsstrategie Ansfelden gearbeitet. Mitdenkerinnen und Mitdenker sind herzlich willkommen! Mehr Infos gibt’s bei Evelyne Schmid (07229/840-216 oder kulturjugendsport@ansfelden.at).

Wie ist der Prozess „Zusammenleben in Ansfelden“ mit dem Prozess „Kultur-Strategie“ verknüpft? „Politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger und Aktive aus der organisierten Zivigesellschaft engagieren sich in beiden Prozessen, so dass sich aus der Schnittmenge thematische Synergien ergeben können. Zusätzlich ist das Referat kommunales Zusammenleben als Teil der Verwaltung mit der Abteilung Kultur-, Jugend- und Sport eng verknüpft.“ erläutert Mag. Gregor Kraftschik, Referent für kommunales Zusammenleben in Ansfelden.