Flüchtlinge in Ansfelden

Ankommen – ein bewegendes Theaterstück auf Ansfeldens Hauptplatz

„Der Krieg ist nicht vorbei, wenn er aus ist. Die Flucht ist nicht beendet, wenn mensch sie überlebt. Die Heraus- und Überforderung geht weiter. Bist Du schon angekommen?“

„Die Impros“, eine Theatergruppe von jungen Menschen des BRG Traun führen am Freitag, 22. September 2017 um 18 Uhr am Hauptplatz Ansfelden im Stadtteil Haid eine Performance unter der Choreografie von Silke Grabinger (SILK Fluegge) und Jerca Roznik Novak (Assistenz) auf. Die Idee und das Konzept stammen dabei von Ali Al Hasan (syrisch-österr. Autor) und Ute Bauer (BRG Traun).

Zu hören gibt’s Texte von Brecht (An die Nachgeborenen), Kafka (Gibs auf, Der Aufbruch), Rilke (Der Panther), Eichendorff (Mondnacht), Eich (Inventur) und Ali Al Hasan (Schnee).

Eintritt frei – Spenden sind immer gerne gesehen! Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im gleich daneben liegenden Rathaussaal statt.

Gut einwohnen mit der Willkommensmappe in Ansfelden & ZusammenLeben in OÖ

Yvonne Ilich (hier mit der Willkommensmappe) arbeitet in der Stadtverwaltung Ansfelden im Meldeamt und der Bürgerservicestelle. Sie ist eine der ersten Ansprechpartnerinnen für neue Bürgerinnen in der Stadt.

Wer nach Ansfelden zuzieht, bringt neue Ideen in die städtische Gesellschaft. Er oder sie bereichert das Stadt- und Vereinsleben und bietet Betrieben in der Region seine oder ihre Arbeitskraft an. Das macht Ansfelden zu der starken und lebendigen Stadt und ist ein Gewinn für die Gemeinschaft. Darüber freut sich die Stadt und bieten als „freundliches Hallo mit Mehrwert!“ all jenen, die in Ansfelden einen Haushalt gründen eine Willkommensmappe an.

Darin ist viel Wissenswertes rund um die Stadt: Vom Willkommensbrief des Bürgermeisters über die aktuelle Gemeindezeitung, Infos zu Hundehalten und Hausbauen, dem Programm von ABC & der Eltern Kind Zentren. Praktische Infos, wie Abfall gescheit getrennt werden kann samt zum „Müll-Film“ oder wer alles über den Umzug informiert werden kann sind mit dabei. Und: Gutscheine für die Stadtbibliothek, das ABC und das Erlebnisbad – eine freundliche und informative Mappe eben.

Zusätzlich zu den Informationen in der Willkommensmappe bietet das Land OÖ mit dem Infoprodukt „ZusammenLeben in Oberösterreich“ ein praktisches Handbuch zur ersten Orientierung in Oberösterreich“ an. Darin erhalten Bürgerinnen und Bürger wichtige Informationen zu Zusammenleben, Arbeiten, Wohnen, Bildung, Finanzen, Gesundheit, Umweltschutz und Verkehr in Oberösterreich sowie relevante Informations- und Beratungsadressen. Das Handbuch gibt’s in Deutsch und ist online auch auf Arabisch, Englisch, Französisch, Dari, Pashtu und Tschetschenisch abrufbar.

Sozialmarkt in Ansfelden – Mehrwert für KundInnen und aktiv Mitarbeitende

Ansfelden unterstützt im Sozialmarkt (SOMA) alle Bürgerinnen und Bürger, die nur wenig Einkommen zur Verfügung haben. Freiwillig Engagierte kümmern sich darum, dass eine bunte Auswahl an Lebensmitteln und praktischen Dingen für die Kundinnen und Kunden bereitsteht. Die Waren sind qualitativ in Ordnung und werden vom Handel gespendet. So haben alle mit weniger Geld mehr Chancen auch andere schöne Dinge zu genießen!

Und noch mehr: das Team der Abteilung Sozialservice & Zusammenleben freut sich als mit der Umsetzung beauftragte Stelle über alle, die ihre Zeit in den Dienst des „Shop mit guten Waren zu kleinen Preisen“ stellen möchten. Dabei entscheidend ist die Bereitschaft, mit anzupacken und sich in die Gemeinschaft der Freiwilligen einbringen zu wollen. Im Sozialmarkt arbeiten freiwillig Menschen in (Alters-)Pension, im Asylverfahren, mit viel oder wenig Haushaltseinkommen und auch junge Menschen in Ausbildung oder bereits im Erwerbsleben mit, die sich für mehr Verteilungs-Gerechtigkeit in der Stadt einsetzen mit. Neben dem Mehrwert für Kundinnen und Kunden mit geringem Einkommen finden somit aktiv wohltätige Ansfeldnerinnen und Ansfeldner und auch solche, die Anschluss in einer Gemeinschaft suchen ein Betätigungsfeld in ihrer Stadt.

Mehr Infos über den Sozialmarkt in Ansfelden mit fixem Standort ab Mai 2017 bieten die Stadtseiten ansfelden.at.

Gemeinsam fürs Stadtumfeld: Ansfelden blüht auf im Frühling 2017

Bauhof- Mitarbeiter Fritz Heiberger, Jürgen Rockenschaub, Hadi Hussain, Karl Haiberger, Josef Brunner und Wasim Sayed beim Einsatz im Außengelände des Kindergarten Haid II.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ansfeldner Bauhofes sind in diesen Tagen fleißig mit dem Bepflanzen der Blumeninseln, kehren der Straßen und dem Zurückschneiden von Sträuchern und Hecken beschäftigt. Unterstützt werden die städtischen ProfessionistInnen  bei den Projekt-bezogenen Tätigkeiten von Ansfeldner Bürgern aus dem Asylquartier in der Stadt. Durch den gemeinsamen Einsatz können noch mehr neue Triebe auf den bewährten Hölzern die Stadt  so richtig erblühen lassen. Das Ergebnis der Arbeit macht vielen AnsfeldnerInnen Freude und sorgt für ein ansprechendes Stadtumfeld.

  • Warum das Einbinden eine Bereicherung für die Stadt ist und wieso der Prozess „Zusammenleben in Ansfelden“ zur Qualität des Angebotes beiträgt erklären Bürgermeister Manfred Baumberger und Sozialstadträtin Andrea Hettich im Bericht auf den Stadtseiten ansfelden.at.

Infovideos von und für Menschen auf der Flucht

„Zusammenleben“, „Liebe & Familie“, „Rechte in Österreich“, „Wege zu Arbeit und Bildung“ sowie „Die Zeit während des Asylverfahrens“. sind Themen, die Menschen, die nach der Flucht in Österreich Schutz suchen, beschäftigen. Die Asylkoordination Österreich hat dazu Filmclips veröffentlicht, die den Start in Österreich erleichtern sollen. Die Videos gibt es auf Dari und mit deutschen Untertiteln.

  • Alle Videos gibt’s auf dem Youtube-Kanal der Asylkoordination Österreich
  • Die asylkoordination österreich hat sich zum Ziel gesetzt, die Tätigkeiten der Organisationen und engagierter Einzelpersonen bei der Beratung von MigrantInnen und Flüchtlingen zu unterstützen.

„Eine Handvoll Rosinen“ – Lesung Daniel Zipfel in Ansfelden

Polizist Ludwig Blum behandelt Asylanträge und glaub noch an Gerechtigkeit und Ordnung. Dazu ein syrischer Flüchtling, der abschoben werden soll. Und dann noch ein charismatischer Dolmetscher (Fluchthelfer, vielleicht auch Schlepper?) … Verzweiflung, Bürokratie, Humanität und Tod – sie alle treffen aufeinander, wo sich die die Lebens- und Behördenwege dieser drei Menschen kreuzen. Daniel Zipfel schreibt in „Eine Handvoll Rosinen“ über Amtsstuben, Verhörzimmer und staubigen Aktenberge – und legt dabei einen Beinahe-Kriminalroman vor, der abseits von plakativ „weinenden Müttern“ den Figuren vielschichte Persönlichkeiten zugesteht.

Gemeinsam sicher – Asylheim in Ansfelden „grüne Unterkunft“

Wer sich kennt, hat weniger Berühungsängste im Anlassfall. Mit dem Projekt „Gemeinsam sicher“ verschafft sich die Polizei auch einen guten Überblick über die Situation in Asylheimen und verbessert den Kontakt zu den Betreuenden. Das hilft, mögliche Probleme wie Gewalt oder Radikalisierung bereits im Vorfeld auszuloten. Auch in Ansfelden wird das Projekt im Bereich des Quartiers in der Traunuferstraße umgesetzt. „Das Asylheim in Ansfelden gilt als grüne Unterkunft.“ sagt die Polizei. So wie 88 % der Heime in Oberösterreich.

  • Barbara Reichmann von Ö1 hat sich im Quartier in der Traunuferstraße 96 umgehört und sich mit Kontaktbeamtin Sarah Eibinger, „Haus-Managerin“ Judith Rucker und auch den Bewohnern unterhalten und berichtet über die Initiative! Den Bericht gibt’s zum Nachhören auf 7 Tage Ö1 bis zum 3. Februar 2017, 12 Uhr!

 

 

Oberösterreich sagt DANKE fürs Zusammenhelfen

Oberösterreich hat die Herausforderungen, die die Fluchtbewegung aus Kriegsgebieten nach OÖ mitgebracht hat bisher sehr gut bewältigt. NGOs, Bildungseinrichtungen, Kirchen, Gemeinden, Behörden und eine großartige Zivilgesellschaft haben dabei großes geleistet und gestalten gutes Zusammenleben aktiv mit. Über 10.000 Helferinnen und Helfer sind heute noch aktiv.  „Danke für das großartige Engagement und BITTE machen Sie weiter und machen auch Sie mit.“ bedankt sich Integrations-Landesrat Rudi Anschober und motiviert zum weitermachen.

  • In 9 Kurzvideos erzählen Menschen, warum sie sich engagieren; warum sie anderen Menschen helfen anzukommen, was es bedeutet Pate zu sein, Unterkünfte zu schaffen, unbegleitete Minderjähige zu unterstützen, selbst auf der Flucht Brückenbauer zu sein oder das Gefühl, willkommmen zu sein zurück zu geben.

How to be Österreich – Lesung am 28. November 2016 in Ansfelden

flyer_lesung_infoflyAlle sprechen von Integration und von Werten. Nur, wie geht eigentlich Österreich? Der Wiener Satiriker Maximilian Zirkowitsch liest am Montag 28. November 2016 um 19 Uhr unter den Lichtern der Weihnachtsbeleuchtung auf der Verbindungsbrücke im Neuen Stadtzentrum Ansfelden aus seinem Buch „How to be Österreich“.

„How to be Österreich ist eine patriotische Liebeserklärung an ein Österreich, das es nicht gibt.“  – Das Innenministerium gab 2016 einen „Refugee-Guide“ heraus, der vom Krieg traumatisierte Menschen im Handumdrehen zu Vorzeigeösterreichern machen soll. Das Satireprojekt Hydra hat diesen Wertekatalog – samt platten Klischees – aufs Korn genommen und einen Werteguide verfasst, der Flüchtlinge weniger zu Vorzeige-, sondern mehr zu Alltagsösterreichern macht.

5. November 2016: „Rescue Me“ im Anton Bruckner Centrum Ansfelden

rescueme112016Wollte Jesus nach Ägypten? Mohammed nach Medina? Die Juden in die Diaspora? Und hatten sie einen Pass? Und hat ihnen der geholfen? Waren sie dann gerettet? Wollte Brecht endlich einmal woanders aufwachen? Oder Stefan Zweig? Und hatten sie einen Pass? Und hat ihnen der geholfen? Wer hat ihnen denn geholfen?

„Retten braucht mehr als Worte! Retten braucht Taten!“ ist eine der Botschaften aus dem Stück „Rescue Me“ des BRG Traun. Das Theaterstück wurde von Schülerinnen und Schülern der schuleigenen Theatergruppe gemeinsam mit ihren Professorinnen Ute Bauer und Andrea Plass erarbeitet und bereits mehrmals aufgeführt.

  • Schauen auch Sie hin, wenn die Schülerinnen und Schüler des BRG Traun sich mit dem Begriff „Rettung“ in einem Theaterstück auseinandersetzen!
  • Samstag, 5. November 2016 im Anton Bruckner Centrum Ansfelden. Beginn 20.00 Uhr.
  • Ihre Freiwillige Spende kommt dem Quartier für Menschen, die auf der Flucht waren in Ansfelden zugute.