Bildung

Gesund bleiben in Ansfelden: Wohin wenn’s zwickt?

Die neue Broschüre „Gesund bleiben in Ansfelden“ bietet auf sechs Seiten praktische und leicht verständliche Informatio-nen für Gemeindebürgerinnen rund um die vielfältigen Angebote im Gesundheitsbereich.

Wohin „wenn‘s zwickt“? Zum Arzt oder doch ins Krankenhaus? Gibt‘s da eine Hotline? Wie schau ich in Ansfelden auf meine Gesundheit? Die neue Broschüre „Gesund bleiben in Ansfelden“ bietet auf sechs Seiten praktische und leicht verständliche Informationen für Gemeindebürgerinnen rund um die vielfältigen Angebote im Gesundheitsbereich.

„Manche Menschen in Ansfelden sind sich unsicher, wann sie zum Hausarzt gehen sollen, die Rettung rufen, oder wann ein Besuch in der Notfall-Ambulanz richtig ist. Wir bringen mit der gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten entwickelten Broschüre mehr Klarheit.“ so Sozialstadträtin Andrea Hettich, Leiterin der Arbeitsgruppe „Soziales und Gesundheit“ und Co-Prozessleiterin „Zusammenleben in Ansfelden“. Die Infobroschüre „Gesundbleiben in Ansfelden“ wurde im Rahmen von „Zusammenleben in Ansfelden“ entwickelt. An der inhaltlichen Gestaltung haben Ärztinnen und Ärzte, Gesundheitsdienstleistende und politische Gestalterinnen und Gestalter mitgearbeitet.

Das neue Infoangebot ist ab sofort kostenlos bei den Ansfeldner Bürgerservicestellen, in der Willkommensmappe, in der Stadtbibliothek und in der Sozialberatungsstelle am Stadtamt sowie bald auch bei einigen niedergelassen Ärztinnen und Ärzten und Gesundheitsdienstleistenden in Ansfelden erhältlich.

Vastehst mi? Mit Dialekt und Umgangssprache besser ankommen!

„Deutsch ist eine wunderbare Sprache, nur leider spricht sie in Österreich niemand.“ Im beruflichen wie persönlichen Alltag werden Menschen regelmäßig mit Dialekt und Umgangssprache konfrontiert. Das BFI Oberösterreich bietet in diesem Kurs eine Einführung in die wichtigsten Formulierungen und Besonderheiten des oberösterreichischen Dialekts Schnell zeigt sich: Ganz so unverständlich sind KollegInnen und NachbarInnen gar nicht!

  • Dieser Kurs richtet sich an alle, die mit Dialekt-SprecherInnen in Kontakt sind. Voraussetzung für die Teilnahme sind Sprachkenntnisse auf dem Niveau A2.
  • Alle Informationen zum Kurs am Standort Linz und zur Anmeldung auf den Anbieterseiten bfi.at
  • Das Berufsförderungsinstitut in Traun bietet Kurse für Prüfungen auf verschiedenen Sprachniveaus an. Der Standort in der Nachbarstadt ist für Ansfeldnerinnen und Ansfeldner gut zu erreichen. Die Kosten für die Fortbildung sind günstig – und der Mehrwert der Investition ist unbezahlbar.

Mit dem kostenlosen Sprach-Café bietet Ansfelden seinen deutschlernenden Bürgerinnen und Bürgern in freundlicher Atmosphäre Raum und Zeit, ihre Sprachkenntnisse auszubauen. Das Angebot findet alle zwei Wochen (Termine auf ansfelden.at) von 17.00 bis 18.30 Uhr im Ansfeldner Rathaussaal (Stadtteil Haid) statt und kann ohne Anmeldung unverbindlich besucht werden.

Demokratie-Menschenrechte-Zivilcourage: Ansfelden unterstützt mit Jack D. junge Bildungshungrige

Wie spürt sich Demokratie an? Was heißt Mitgestalten? Wie werden Gesetze in Oberösterreich beschlossen? Worauf ist es schlau zu achten, wenn ich mir eine eigene Meinung bilde? Wann kann ich in „unangenhemen Situationen“ selbst eingreifen? Mit dem Fördertopf Jack D. (check Demokratie) unterstützt die Stadt Ansfelden junge Menschen in Schulen und Vereinen dabei, sich zu den Themen „Demokratie“, „Zivilcourage“ und „Menschenrechte“ weiterzubilden. Denn: politische Bildung junger Menschen ist ein wesentlicher Motor für das Gelingen von gutem Zusammenleben in der Stadt.

Ist Demokratie (noch) ein Instrument zur Friedenssicherung?

Am Freitag, 1. Februar lädt die Arbeitsgemeinschaft „Linzer Friedensgespräche“ zu den Friedensgesprächen 2019 in den Wissenturm Linz ein. Den Eröffnungsvortrag wird um 14 Uhr Politologe Lothar Brock (früherer Leiter der Forschungsgruppe „Demokratisierung und der innergesellschaftliche Frieden“ an der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung). In vier aufeinander folgenden Workshops (ab 16 Uhr) geht es um das Spannungsfeld zwischen Mehrheitsentscheiden und Minderheitenrechten, um direkte Demokratie und ihre Chancen bzw. Risiken für Frieden, um die Bedeutung der Friedenspädagogik und um das Thema „Partizipation und Demokratie“.

Informations- und Begegnungsabend Muslime und Christen

Wie barmherzig ist der Islam? Was sind die Kernbotschaften der beiden Religionen? Warum ist der interreligiöse Dialog wichtig? Wie leben Christen und Muslime ihren Festkreis?
Der Interreligiöser Dialog im Dekanat Traun und Fachausschuss Caritas der Pfarre Ansfelden laden am 30. Jänner 2019 um 19 Uhr in den Pfarrhof Ansfelden zum „Informations- und Begegnungsabend Muslime und Christen“. Lic. Murat Başer (Vorsitzender Islamische Religionsgemeinde für OÖ, Imam, Theologe) und Monika Greil-Payrhuber MA (Projektverantwortliche Interreligiöser Dialog im Dekanat Traun) geben dabei Antworten aus erster Hand auf Fragen rund um Kernbotschaften, Dialog und Festkreise.
Diese Veranstaltung wird organisiert von Interreligiöser Dialog im Dekanat Traun und Fachausschuss Caritas der Pfarre Ansfelden. Mit freundlicher Unterstützung durch die Österreichische Gesellschaft für politische Bildung und der Stadt Ansfelden.

Ansfelden fördert gutes Zusammenleben in der Schule

Ein Angebot mit Förderung durch die Stadt: Zeitzeugin Anna Hackl gemeinsam mit Lernenden beim Besuch in der NMS Ansfelden.

Ansfelden fördert auch 2019 mit verschiedenen Angeboten gutes Zusammenleben in der Stadt. Dabei entwickelt sie im Prozess „Zusammenleben in Ansfelden“ gemeinsam mit AkteurInnen aus der organisierten Zivilgesellschaft Maßnahmen. Diese basieren auf konkreten Handlungsbedarfen in Themenfeldern und unterstützen die Agierenden bei konkreten Herausforderungen, die sich durch eine vielfältige Gesellschaft ergeben.

Bildung ist das, was Dich machen lässt, was Du machen willst

Besonders das Themenfeld Schule & Bildung liegt der Prozessleitung am Herzen. Mit folgenden Angeboten investiert die Stadt in ein friedliches, respektvolles Zusammenleben:

  • Mit dem städtischen Budgetopf „Jack D.“ fördert die Stadt Schulen und Vereine, die ihre SchülerInnen und jungen Mitglieder im Bereich Demokratie, Zivilcourage, Menschenrechte fortbilden. Dabei fördert die Stadt Angebote der politischen Bildung wie Bildungsfahrten in die Gedenkstätten Hartheim oder Mauthausen, den Besuch der Demokratiewerkstatt in Wien, einen Besuch im Landhaus Linz, Zivilcouragetrainings, das Planspiel „Miramix, StandUp! Menschenrechtsworkshops oder auch das projektXchange.
  • Das Angebot Jugend im Dialog  unterstützt Kinder dabei, Unterschiede als Chance zu entdecken, sich miteinander in Vielfältigkeit zu verständigen und zu lernen, wie Zusammenleben gut gelingen kann. Das Angebot wird im Auftrag und mit finanzieller Beteiligung der Stadt den Schulen angeboten und in Form von Workshop-Doppelstunden von Mitarbeitern der Volkshilfe OÖ FMB durchgeführt.
  • Die SprachmittlerInnen in Bildungseinrichtungen unterstützen Eltern und PädagogInnen dabei, ihre Anliegen und Fragen im Schulbereich über Sprachgrenzen hinweg zu bereden. PädagogInnen der Ansfeldner Schulen, der Horte und Kindergärten können bei Veranstaltungen wie Elternsprechtagen oder Klassenforen mehrsprachige Fachkräfte für Übersetzungen vor Ort anfordern. Das erleichert die Kommunikation zwischen Lehrern und Eltern und Eltern die gerade Deutsch lernen besuchen die Veranstaltungen vermehrt.
  • Mit dem Lesetandem unterstützen wir als Stadt die Freude am Lesen bei jungen Ansfeldnerinnen und Ansfeldnern. Dabei lesen freiwillig engagierte erwachsene Mentorinnen und Mentoren mit den Kindern aus Ansfeldner Volksschulen. Sie wecken dabei das Interesse am Lesen und an Büchern, fördern die Kreativität und Vorstellungkraft, sind ein „starkes Lesevorbild“ und fördern Konzentration und den Sprachschatz der Kinder. Koordiniert wird das Angebot vom Verein für interkulturelle Begegnung und Kulturvermittlung (IBUK).

Noch heute aktiv werden für gutes Zusammenleben

Möchten Sie als Pädagogin oder Pädagoge eines der Angebote mit ihren Schülerinnen und Schülern nutzen? Möchten Sie sich als Ansfeldner Bürgerin oder Bürger beim Lesetandem engagieren, Ihre mehrsprachlichen Fähigkeiten als SprachmittlerIn einbringen? Kontaktieren Sie noch heute den Ansfeldner Referenten für kommunales Zusammenleben, Mag. Gregor Kraftschik (07229/840-518 oder zusammenleben@ansfelden.at) im Referat für kommunales Zusammenleben, der Dreh- und Vernetzungsstelle für gutes Zusammenleben in der Stadt.

Migrantenkriminalität – Mythos oder Realität?

Wie wirkt sich Zuwanderung auf die Kriminalitätsrate aus? Was sind Ursache, welche Strategien kann man daraus ableiten? Wie kann die Zivilgesellschaft mit Migrationsbewegungen umgehen?

Gemeinsam mit dem Institut für Strafrechtswissenschaften lädt das Zentrum für Kriminologie der Johannes Kepler Universität in Linz am 23. Jänner 2019 zur Fachtagung „Migrantenkriminalität – Mythos oder Realität?“. Dabei kommen auf der hochkarätige Experten aus Wissenschaft und Praxis zu Wort und sprechen zu Themen wie „Migration und Kriminalität im internationalen Vergleich“, „Struktur und Ausmaß der Migrantenkriminalität in Österreich“ und „Furcht vor Migrantenkriminalität – Ausmaß und Ursachen“. Im Anschluss dreht sich eine Podiumsdiskussion rund um die Frage „Was tun? Integration oder ‚Law and Order‘ als Antwort auf Migrantenkriminalität?“

  • Mittwoch, 23. Jänner 2019, 13 bis 20 Uhr im Loft des Uni-Centers (oberhalb der Mensa)
  • Zur Einladung
  • Die Veranstaltung ist kostenlos und für jedermann zugänglich.

Kostenlose Schulworkshops im Rahmen der „Wochen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“

Auch für Ansfeldens Bürgermeister Manfred Baumberger hat Rassismus keinen Platz in der Gesellschaft.

Rassismus ist eine Ideologie, die Menschen nach Körpertypen und -merkmalen einteilt und aus biologischer Verschiedenheit eine soziale Wertigkeit baut. Das lähmt, verletzt, es macht Angst, macht hilflos. Und es birgt Gefahren in sich, auf die aufmerksam gemacht werden muss: Verletzung der Menschenrechte, Ausgrenzung ganzer Gruppen aus gesellschaftlichen Prozessen, Verhinderung jeglicher Integration.

Rassismus für viele Menschen immer noch trauriger Bestandteil ihres Alltags. Statistiken zeigen, dass damit zusammenhängende strafrechtliche Delikte in den letzten Jahren zunehmen. Ob beim Einkaufen, in der Schule oder am Arbeitsplatz – rassistische Bemerkungen können überall vorkommen. Darum ist Bewusstseinsbildung bei jungen Menschen wichtig!

Im Aktionszeitraum 1. bis 21. März bietet Land der Menschen Oberösterreich im Rahmen der „Wochen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ kostenlose Workshops rund um das Thema vor Ort in Oberösterreichs Schulen an. Das Angebot geht dabei vom Planspiel „Reise nach Albatros – Begegnung mit einer fremden Kultur“ über „Soll‘i – dar‘i – tät’i: Workshop zu Zivilcourage und Zusammenhalt“ bis hin zu „Vielfalt als Chance: Workshop zu Interkulturalität und Wertevermittlung“

Dialog statt Hass

Paragraf 283 des Strafgesetzbuchs „Verhetzung“ beinhaltet den Sachverhalt, dass jemand öffentlich zu Gewalt oder Hass gegen Personen mit bestimmten Merkmalen (Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Religion …) aufzustacheln. 2016 gab es dazu 380 Anzeigen. Die Motivation, solche Postings abzusetzen ist vielfältig und der Reflex, dabei gegen diese Personen gerichtlich vorzugehen ist naheliegend.

Der Verein NEUSTART bietet seit 2018 den Modellversuch „Dialog statt Hass“ an: Dabei müssen dem Verhetzungs-Paragrafen Beschuldigte nicht sofort vor Gericht, sondern können diversionell zu diesem sozial konstruktiven Programm zugewiesen werden. Dabei sollen die Klienten sollen am Ende verstehen, was Hass im Netz mit den Betroffenen macht und erkennen, wie sie ihre Meinung äußern können, ohne andere abzuwerten.

Ansfeldner Verein Technicus erhält Landes-Integrationspreis 2018

Bürgermeister Manfred Baumberger, Mag. Gregor Kraftschik (Stadt Ansfelden), Karl Praunshofer (Verein Technicus), Vizebürgermeisterin Renate Heitz und Landesrat Rudi An-schober bei der Verleihung des Landesintegrationspreises in Linz. Foto: S. Liedl / Land Oberösterreich

Tag für Tag engagieren sich tausende Bürgerinnen und Bürger in Österreich für gutes Zusammenleben zwischen den Menschen. Auch in Ansfelden sind viele Menschen für ein gutes Mit- und Nebeneinander aktiv. Dabei entsteht durch ihr Engagement gesellschaftlicher Mehrwert.

Der Verein Technicus im Ansfeldner Stadtteil Haid hat sich unter dem Motto „Reparieren anstatt entsorgen“ verschrieben. Dabei machen  Bürgerinnen und Bürger gemeinsam technische Geräte wieder fit und unterstützen sich gegenseitig bei technischen Herausforderungen. Zusätzlich engagieren sich die Menschen im Verein rund um Obmann Karl Praunshofer auch für gutes Zusammenleben. Der Verein ermöglicht Menschen mit Fluchtgeschichte, mit dem Handwerk vertraut zu werden und Gemeinschaft und Halt im Verein zu finden. Für ihr Engagement haben die aktiven Menschen bei Technicus im Oktober 2018 den Integrationspreis des Landes Oberösterreich in der Kategorie „Zivilgesellschaft“ durch Landesrat Rudi Anschober verliehen bekommen.

„Als politische AkteurInnen können wir zwar die Rahmenbedingen für gute Zusammenleben schaffen – die tatsächliche und oftmals harte Arbeit ums Gemeinwohl passiert jedoch in der Gemeinschaft. Da, wo Werte vermittelt, Sichtweisen untereinander besprochen und voneinander gelernt wird, da wird der oft abstrakte Begriff Zusammenleben lebendig. Ich gratuliere herzlich zu der Auszeichnung und freue mich, wenn noch viele andere Organisationen in Ansfelden dem leuchtenden Beispiel von Technicus folgen und bewusst auf gutes Zusammenleben setzen!“ freut sich Sozialstadträtin Andrea Hettich.

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