Bildung

„Leben als Muslime in Europa“ mit Amira Hafner-Al Jabaji in Ansfelden

Religionen sind im Gespräch: Ob jemand an Gott glauben oder nicht, und welcher Religion die Menschen angehören, ist Privatsache. Durch Krieg und Terror sind Religionen in die Schlagzeilen geraten. Im täglichen Gespräch diskutieren Menschen, ob es möglich ist, dass Menschen unterschiedlicher Religionen friedlich zusammen leben.

Mit der Vortragsreihe „Was glaubst du?“ lädt das Projekt „Interreligiöser Dialog im Dekanat Traun“ zu Begegnung und Information aus erster Hand ein. Dabei sollen brennende Fragen thematisiert werden und Möglichkeiten und Chancen für das Zusammenleben aufgezeigt werden.

Vortrag „Leben als Muslime in Europa“ in Ansfelden

Welche Erfahrungen machen Muslime in Europa? Welche Identitäten gibt es? Wie ist die Rolle der Frau und wie lebt es sich in multireligiösen Familien zusammen? Die Journalistin (SRF) und Expertin für Interreligiösen Dialog Amira Hafner-Al Jabaji gibt am Freitag, 19. Jänner 2018 in Ansfelden ihr Wissen zu diesen Fragen an aufgeschlossene und kritische Ansfeldnerinnen und Ansfeldner weiter. Sie zeigt Möglichkeiten des Dialogs und Wege und Grundbedingungen eines gelingenden Gespräches zwischen den Religionen auf.

Mehrsprachchancen-Lesung für Volksschulkinder in der Stadtbibliothek Ansfelden

Die Stadtbibliothek Ansfelden hat sich zum Europäischen Tag der Sprachen am am Dienstag, 26. September 2017 eine tolle Aktion überlegt: Maria Egger, eine der freiwilligen Mitarbeiterinnen, hat für Kinder der 1. Klasse Volksschule Haid eine kurzweilige, mehrsprachige Lesung organisiert: Fatima Hammoud, Izeta Bajrektarevic und Valentina Peters vom Institut Interkulturelle Pädagogik haben für die jungen Ansfeldnerinnen und Ansfeldner Gedichte und Geschichten auf Deutsch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Türkisch und Rumänisch gelesen.

„Ich möcht mit dem Angebot den Kindern vermitteln: jede Sprache hat ihrer Schönheit. Und auch in einem vielsprachigen Ansfelden ist es wichtig, Deutsch als gemeinsame Sprache zu lernen. Weil wir uns dann so besser verstehen und vieles einfacher wird.“ meint Maria, die seit 2011 bei uns in ihrer Freizeit mitarbeitet und nächstes Jahr die Ausbildung Ehrenamtliche und nebenberufliche BibliothekarInnen abschließen wird.

Bibliothek Garsten setzt auf Leichte Sprache

Die Bibliothek Garsten möchte allen Menschen, die Freude an Büchern und am Lesen haben, Zugang zu ihren Informationen bieten. Dabei soll nicht nur der Zugang zu den Räumen barrierefrei sein, sondern auch der zu Informationen. Darum haben die motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort allgemeinen Informationen am Eingangsschild, die Anmeldekarte, die Bibliotheksregeln, das Leitbild und den Infofolder der Bibliothek Garsten in leichte Sprache übersetzt. „Leichte Sprache“ zielt dabei auf Verständlichkeit ab. Darüber freuen sich besonders Menschen, die nicht gut lesen und schreiben können, und auch Menschen mit Sprachschwierigkeiten oder ältere Menschen, die wenig lesen.

Geht das: mit meinen Kindern in der Sprache reden, die ich will?

Klar ist: Deutschkurse schaffen Chancen. Manche sehen sie auch als (scheinbare) Lösung aller Integrationsprobleme. Wie ist das jedoch, wenn man als Italienerin angefeindet wird, wenn man sich mit seinen Kindern in einer anderen Sprache als Deutsch unterhält? „Die alte Dame hat sich aufgeregt, weil man ihrer Meinung nach österreichischen Kindern nicht Türkisch beibringen soll und mir unterstellt, dass ich kein Deutsch könne“ – Aysun Bayizilioglu hat sich für die Presse angesehen, wie es darum steht, eine beliebige Sprache sprechen „zu dürfen“, was türkisch Sprechende mit Vorarlbergern gemeinsam haben und ob es gute und böse Sprachen gibt – und welche das sind.

  • „Aber trotzdem muss man sich bemühen, Deutsch zu lernen. Denn ohne die Sprache der Aufnahmegesellschaft zu können, kann man sich nicht integrieren.“ – lesen Sie den ganzen Bericht auf diepresse.at
  • Die Sprachkurse des BFI in Traun helfen dabei!
  • Ansfelden unterstützt mit „Mama lernt Deutsch“ im Rahmen von Zusammenleben in Ansfelden ab Herbst 2017 eine Gruppe engagierter Mütter, die ihre Sprachkenntnisse im Alltag verbessern möchten.

Wanderausstellung „Steuer-Tricks – wer bietet weniger?“ in Ansfelden

Steuern sind die wesentlichste Grundlage aller öffentlichen Leistungen und Güter. Ohne Steuern gäbe es kein öffentliches Bildungs-, Gesundheits- oder Sozialsystem, keine öffentliche Infrastruktur, keine Straßen, keinen Rechtsstaat und vieles andere auch nicht. Steuergelder bilden somit auch die Basis dafür, als Stadt wirkungsvolle Angebote setzen zu können, die den Menschen hier zugute kommen. Mit Steuermitteln finanziert die Stadt Angebote, die gutes Zusammenleben zwischen den Menschen fördern.

Steuersysteme geraten zunehmend unter Druck

Die Stadt Ansfelden bietet nun im Neuen Stadtzentrum eine weiterbildende Ausstellung an. Noch bis 12. Oktober 2017 haben Interessierte die Möglichkeit, sich über die Themen Steuervermeidung, Steuerflucht und die Auswirkungen in der Wanderausstellung „Steuer-Tricks – wer bietet weniger?“ der Arbeiterkammer Oberösterreich zu informieren. Die Ausstellung befindet sich im 2. Obergeschoß des neuen Stadtzentrums Ansfelden im Foyer vor dem Festsaal. Die Ausstellung ist öffentlich und kostenlos während der Öffnungszeiten des Stadtamtes (Montag bis Freitag von 7 bis 12 Uhr, Donnerstag auch von 14 bis 16 Uhr) zugänglich.

(Mehr)-Sprachentwicklung gut unterstützen und Auffälligkeiten erkennen mit kindersprache.org

Sprache ist eine Schlüsselkompetenz – denn Sprache öffnet Türen zum erfolgreichen Lernen, für Freundschaften und Beziehungen und das selbstbewusste Mitwirken in der Welt. Das Projekt „kindersprache.org“ des Konventhospitals Barmherzige Brüder sowie der Kinder- und Jugendhilfe Oberösterreich bietet eine erste Anlaufstelle für Informationen rund um Kindersprache und Sprachentwicklung.

Neben Informationen zur allgemeinen Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit finden Eltern von Kindern bis zum 6. Lebensjahr Hilfen zum frühen Erkennen von Auffälligkeiten der Sprachentwicklung und auch Information über professionelle Abklärungs- und Diagnostikangebote. Darüber hinaus werden zahlreiche Sprachfördertipps im Alltag für die unterschiedlichen Entwicklungsphasen angeführt sowie pädagogische und therapeutische Angebote bzw. Kontaktstellen erläutert.

  • Besonders die Informationen zu Formen der Mehrsprachigkeit sind für Elternin einem vielfältigen Umfeld interessant.
  • Auch die FAQ zu Fragen wie „Wie kann ich darauf reagieren, wenn mir das nächste Mal jemand empfiehlt, mit meinem Kind Deutsch zu sprechen oder mir sagt, dass Zweisprachigkeit schlecht für mein Kind ist?“ sind hilfreich bei der mehrsprachigen Erziehung.

Stand up! Menschenrechte in der Praxis – Workshopangebote in Ansfelden

SOS-Menschenrechte tritt aktiv für Demokratie und Zivilcourage ein und fördert den interkulturellen Dialog. Durch Bildungsarbeit wie dem Angebot „Stand Up! Menschenrechte in der Praxis“ sensibilisiert sie insbesondere Kinder und Jugendliche für Fragen rund um den Schutz von Menschenrechten.

„Stand Up!“ ist für Schulen, Jugendorganisationen, Gemeinden, Aus- und Fortbildungseinrichtungen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung geeignet. Das Angebot ist modular zu Themen wie Demokratie, Flucht und Asyl, Zivilcourage, Diversität, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit oder Armut und Medien aufgebaut und im Ausmaß von zwei Stunden bis zu mehreren Tagen buchbar. Darüber hinaus bietet SOS Menschenrechte ein vierstündiges Planspiel zum Thema Medien an.

  • Die Stadt Ansfelden ermutigt im Rahmen von Zusammenleben in Ansfelden Ansfeldner Organisationen – besonders im Jugendbereich – das Angebot zu nutzen.
  • Mehr Informationen über das Was & Wie und die Umsetzung gibt’s auf den Seiten von SOS-Menschenrechte oder auch im Folder.
  • Ansfelden fördert Schulen und Jugendeinrichtungen, die das Angebot nutzen möchten im Rahmen der Förderschiene Jack D.

Sommersprachcamp 2017: Lernen, Spaß und Freizeitgestaltung im August in Ansfelden

Das Sommersprachcamp ist ein Angebot für Eltern, die ihren Kindern gute Bildung ermöglichen möchten. Dabei haben die jungen Ansfeldnerinnen und Ansfeldner die Chance, das in der Schule Gelernte zu festigen und sich auf das kommende Schuljahr gut vorzubereiten. Gleich, welche Staatsbürgerschaft sie haben, welche Sprachen sie sprechen – Lernen, Spaß und gemeinsame Freizeitgestaltung: darum geht’s!

Der besondere Pluspunkt liegt darin, dass es nicht nur ums Wiederholen von bereits Gelerntem geht, sondern auch Neues dazu kommt. So zum Beispiel beim Besuch beim „Huber in Grabwinkel“, wo die 39 Ansfeldner Kinder im Sommersprachcamp gemeinsam am Hof von Stefanie Moosbauer erfahren, welches Gemüse wann geerntet, wie man daraus leckere Pizza bäckt und wie zum Beispiel Hendln gern gestreichelt werden wollen. Da lernt man für’s Leben!

Noch bis 1. September 2017 sorgt das Team aus motivierten Pädagoginnen und Pädagogen vom Institut Interkulturelle Pädagogik unter der Leitung von Aylin Bienert schon von der Früh weg im Gebäude der NMS Haid II für gute Laune – und bereitet unter anderem gemeinsam das Frühstück für die rund 40 jungen Ansfeldnerinnen und Ansfeldner vor. Durchgeführt wird das Angebot im Rahmen von Zusammenleben in Ansfelden vom Institut Interkulturelle Pädagogik, einer verlässlichen Kooperationspartnerin wenn’s um Bildung in der Stadt geht.

Woran arbeiten die engagierten Menschen im Rahmen von Zusammenleben in Ansfelden aktuell?

Bürgermeister Manfred Baumberger, Sozialstadträtin Andrea Hettich, Vizebürgermeisterin Renate Heitz und Referent für kommunales Zusammenleben
Mag. Gregor Kraftschik mit den Informationstafeln über die aktuellen Arbeitsfelder.

Vor rund sieben Jahren ergriff die Stadt Ansfelden die Initiative des Landes OÖ und startete den Prozess Zusammenleben in Ansfelden. Ziel dabei war es einerseits klare Richtlinien für die „Integrationsarbeit“ in der Stadt zu schaffen und andererseits die Stadt durch gute Arbeit im Fachbereich attraktiv zu gestalten.

Im Rahmen des Ansfelden.Engagiert.Fest 2017 informierten sich die aktiven Mitdenkerinnen und Mitdenker darüber, woran momentan Menschen im Prozess „Zusammenleben in Ansfelden“ arbeiten:

  • Mitglieder der Arbeitsgruppe „Bildung“ überlegen mit dem Projekt „VOLLe.KANNe“, wie kreative Potentiale in der Stadt noch sichtbarer und nutzbarer gemacht werden können.
  • Die Mitdenkerinnen und Mitdenker in der AG „Soziales & Gesundheit“ luden im Frühjahr zum Vernetzungsworkshop „Vielfalt.Gesundheit“ ein und überlegten gemeinsam mit Gesundheitsdienstleistenden der Stadt, wie mit den Herausforderungen und Chancen von Vielfalt konstruktiv umgegangen werden kann.
  • Engagierte in der AG „Freizeit & Begegnung“ erarbeiteten unter dem Titel „Vielfalt.Ferienprogramm“ Ideen dazu, wie das Kinderferienprogramm der Stadt auch für weitere Zielgruppen als die bisher angesprochenen attraktiv gestaltet werden kann.
  • Mit „Zwei Halbzeiten für eine Stadt“ lädt das Projektteam rund um „Gemeinsam sind wir Stadt“ zum Dialog über die verschiedenen Sichtweisen auf die Grundwerte der Stadt ein.
  • In der Arbeitsgruppe „30 Jahre Stadt Ansfelden“ engagieren sich kreative Köpfe um mit handfesten Ideen ein Stadtfest zum „g’spüren“ kommendes Jahr anbieten zu können.
  • Die Brücken~bauer~innen boten im Frühjahr mit dem Glücksfest und den Inputs zu „Fake News“ und „Verschwörungstheorien“ Sensibilisierung und Wissenserweiterung für die interessierten Bürgerinnen und Bürger an.
  • Das Wissen, welches sich mehrsprachige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung im Lehrgang „Plus.Mehrsprachigkeit“ aneigneten unterstützt und stärkt sie in ihrer Rolle bei Sprachmitteleinsätzen.
  • Schließlich brachte die Fortbildung zum Thema „Wert der Mehrsprachigkeit“ für die Mitglieder der Steuergruppe und der AG Bildung neue Denkansätze zur frühen Förderung von Sprache in den Kindergärten.

Die besondere Qualität im Prozess „Zusammenleben in Ansfelden“ gründet dabei auf:

  • Die Arbeitsgruppen setzen sich aus Expertinnen & Experten der organisierten Zivilgesellschaft zusammen. Das bedeutet, dass sie in einem Verein oder einer Organisation angeknüpft sind und dort besonderes Fachwissen haben. Sie analysieren in den Arbeits- und Projektgruppen die Bedarfe um gutes Zusammenleben in Ansfelden weiter voranzutreiben und erdenken dabei gemeinsam Handlungsansätze.
  • Die Steuergruppe ist mit Mitgliedern aller Fraktionen besetzt und wird durch Fachkräfte der Verwaltung ergänzt. Die Vorschläge aus den Arbeitsgruppen werden in den Sitzungen der Arbeitsgruppen diskutiert und verknüpft. Danach geht eine Empfehlung an den Gemeinderat, der im Endeffekt das Budget dafür beschließt.

Mit dem Lesetandem die Freude am Lesen an junge Menschen weitergeben

Die Lesementoren Denise Mayer, Manfred Oberngruber und Hannah Haudum freuen sich auf weitere Verstärkung im Mentoren-Team von „Lesetandem“!

Mit dem Lesetandem (einem Angebot im Rahmen von „Zusammenleben in Ansfelden“) fördert die Stadt Ansfelden Bildung bei jungen Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürgern in den Volksschulen. Beim Lesetandem lesen freiwillig engagierte erwachsene Mentorinnen und Mentoren mit den Kindern. Sie wecken dabei das Interesse am Lesen und an Büchern, fördern die Kreativität und Vorstellungkraft, sind ein „starkes Lesevorbild“ und fördern Konzentration und den Sprachschatz der Kinder. Koordiniert wird das Angebot vom Verein für interkulturelle Begegnung und Kulturvermittlung (IBUK).

Möchten auch Sie Lesementorin oder Lesementor werden und Bildung in Ansfelden fördern? Das Team vom Verein IBUK, welcher das Angebot Lesetandem in Ansfelden koordiniert, informiert über das „Was?“ und „Wie?“ zum Lesetandem!

  • Fatima Malic Softic (Geschäftsführerin Verein IBUK) und Sumayya Ahmed, BA (Projektleiterin Lesetandem) sind am 27. Juli 2017 beim Picknick im Park und dem Sommerkino dabei und beantworten gerne ihre Fragen!