Bildung

Ansfeldner Musikvereine begeistern Kindergartenkinder mit „Musikus“

„Musikus“ besucht ab 2020 regelmäßig Kinder in Ansfeldner Kindergärten. Das Engagement der MusikerInnen in Ansfeldner Musikvereinen bei den Mitmach-Musikstunden bereitet gemeinsam mit dem Einsatz der PädagogInnen in den Kindergärten den Weg zur musikalischen Früherziehung auf. (Foto: Stadt Ansfelden / G. Kraftschik)

Musik machen kann eines der schönsten Hobbies der Welt sein. Dabei ist reiner Zufall, ob jemand in Österreich oder anderswo geboren wurde, arme oder reiche Eltern hat oder aus einem Elternhaus mit Bezug zur Musik aufwächst oder nicht. Damit alle, die schon von klein auf daran Freude haben, auch den Weg zur Musik finden, besuchen ab 2020 die drei Ansfeldner Musikvereine Musikverein Ansfelden, die Trachtenkapelle Haid und die Werksmusik Nettingsdorf Kinder in den Ansfeldner Kindergärten.

Mit Musikus Instrumente ausprobieren und Musik erfahren

Mit dabei haben sie den musikalischen Papagei „Musikus“, „König Dickbauch“ und „Prinzessin Federleicht“. Rund um die Geschichte der drei Freunde probiert sich das eine oder andere Instrument viel einfacher aus. Auch lässt sich erspüren, welch feine Wirkung Töne auf uns Menschen haben kann.

Ansfelden erleichtert den Weg zur musikalischen Früherziehung

Die Musikvereine möchten damit bereits bei jungen Menschen die Neugier auf Musik wecken. „Musikus“ bereitet den Weg zur musikalischen Früherziehung auf und entdeck dabei Talente, die später Freude am musikalischen Ausdruck finden können. Die Stadt Ansfelden fördert das Angebot des im Rahmen der Kulturstrategie und von Zusammenleben in Ansfelden – Musik verbindet und schafft Gemeinschaft!

Oud, Saz & Co lernen im DoReMi, dem sozialen Musikinstitut

Musik schafft Wege von einem Menschen zum anderen und verbindet. Das Wiener Musikinstitut DoReMi bietet Musikunterricht für sozial benachteiligte gemeinsam mit einkommensstärkeren Menschen an. Der Paarunterricht schafft ein Umfeld, wo mit Freude musizieren wird und wo ein respektvolles Miteinander und der Selbstwert gestärkt wird – Spracherwerb und Kultureinblicke gibt’s durch die Interaktion dazu.

Am DoReMi können nicht nur autochthone Musikinstrumente erlernt werden. Menschen, die auf der Flucht waren und in Österreich Fuß fassen, lehren auch traditionellen Instrumente wie Oud, orientalische Perkussion und Gesang oder auch Saz. Im ChoReMi, dem sozialen Chor passiert mit Deutsch als Umgangssprache Spracherwerb und Kulturaustausch ganz nebenbei.

Beim OPEN PIANO FOR REFUGEES dürfen alle spielen – und alle zuhören. Das Open Piano macht von 16. bis 19. Jänner 2020 im Foyer des Ars Electronica Centers in Linz Station. Der frei platzierte Flügel ermöglicht, Menschen aus allen Gesellschaftsschichten zusammenzukommen und miteinander Musik zu machen. Damit stärkt Open Piano for Refugees den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt und die gesellschaftliche Teilhabe von Geflüchteten – und sammelt Spenden für DoReMi.

Mit der Landesmusikschule zu musikalischer Freude

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Die OÖ Landesmusikschule bietet in Ansfelden ein Zentrum musischer Bildung an. Das engagierte Team aus Pädagoginnen und Pädagogen rund um Direktor Ingomar Müller versorgt in der Privatschule des Landes Oberösterreich junge und schon ältere Menschen mit dem „Lebensmittel Musik“ und bietet Begleitung am Weg zu allem, was mit Musik, Tanz & Co zu tun an. Schüler und Schülerinnen haben die Möglichkeit neben dem Erlernen von Blech- und Holzblasinstrumente auch Freude am Spiel mit Klavier, (E-)Gitarre oder am Schlagzeug zu erfahren.

Bereits ab 4 Jahren entwickeln junge Ansfeldnerinnen und Ansfeldner in der musikalischen Früherziehung Neugierde und Freude an Bewegung mit und ohne Musik, beim musizieren mit einfachen Instrumenten und mit Liedern und Texten.

  • Informationen rund um das Angebot der Landesmusikschule Ansfelden finden Sie auf den Infoseiten der LMS
  • Die Kosten für den Unterricht betragen zwischen etwa 90 und rund 520 EUR und hängen vom Alter, der Gruppengröße und der Dauer der Einheiten ab – mehr Infos dazu in der Schulgeldordnung.

Ansfelden gewinnt den Landesintegrationspreis 2019

Bürgermeister Manfred Baumberger, Stadträtin Andrea Hettich, Vizebürgermeisterin Renate Heitz und die Landesräte Rudi Anschober und Max Hiegelsberger gemeinsam mit Engagierten rund um das ausgezeichnete Projekt „Lern:Treff & Ringen:Training“ (Foto: Land OÖ / Sabrina Liedl)

Ansfelden hat den Landesintegrationspreis 2019 in der Kategorie Gemeinden gewonnen. Gestern Abend durften Bürgermeister Manfred Baumberger, Vizebürgermeisterin Renate Heitz und Sozialstadträtin Andrea Hettich für die Stadt die Auszeichung für das Ansfeldner Jugend- und Zusammenlebenprojekt „Lern:Treff & Ringer:Training“ aus den Händen der Landesräte Rudi Anschober und Max Hiegelsberger  (in Vertretung für Landeshauptmann Thomas Stelzer) annehmen.

„Mit dem Angebot Lern:Treff & Ringen:Training setzen wir als Stadt nicht nur ein starkes Zeichen für ein gutes Miteinander sondern fördern auch Fitness für Hirn & Körper bei jungen Ansfeldnerinnen und Ansfeldnern. Ich freu mich gemeinsam mit allen im Bereich Zusammenleben Engagierten und gratuliere den im Projekt aktiven Menschen für die hervorragende Leistung“ so Bürgermeister Manfred Baumberger. 

Radikalisierung erkennen – NMS Haid I und VS Haid bilden sich weiter

Spannende Fortbildung für die Pädagoginnen und Pädagogen der NMS Haid I und VS Ansfelden. (Foto: Stadt Ansfelden / G. Kraftschik)

Wie kann ich Radikalisierung von jungen Menschen erkennen? Welchen Einfluss haben soziale Medien dabei? Was bedeutet Ehre – und welche Rolle spielt sie? Die Pädagoginnen und Pädagogen der NMS Haid I und der VS Haid wollten es genau wissen und bildeten sich im Oktober und November 2019 im Rahmen eines mehrteiligen Workshops zu dem Thema weiter. Gemeinsam mit dem Friedensaktivisten und interkulturellem Coach Sabri Opak gingen sie den verschiedenen Mustern auf den Grund und arbeiteten gemeinsam an Lösungsansätzen für die Praxis. Die Stadt Ansfelden unterstützte die Fortbildung im Rahmen von Zusammenleben in Ansfelden.

Hilfreich für verständnisvolles Miteinander in den Schulen

Direktorin Renate Lechner (NMS Haid I) fand die Fortbildung hilfreich für ein gutes Zusammenleben in Ansfelden: „Für uns als Pädagoginnen und Pädagogen war der Vortrag hilfreich, weil wir Impulse erfahren haben, um ein nachhaltiges, verständnisvolles Miteinander in den Schulen und somit auch in der Stadt aufzubauen. Darüber hinaus gab es auch wichtige Anregungen für das Meistern und den Umgang mit gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen.“

Unsichtbare Lager – beforschen, dokumentieren, sichtbar machen

Barackenlager Haid. Quelle: Pfarrarchiv Haid

Bei der Vermittlung von Geschichte sind Erinnerungsorte eine wichtige Sache. Nur was passiert, wenn die historische Dimension nicht oder kaum mehr erkennbar ist, wenn es keine materiellen Spuren gibt? Ende November fand in Niederösterreich eine Tagung zum Thema „unsichtbare Orte“ aus der Zeit des Ersten oder Zweiten Weltkrieges bzw. der Nachkriegszeit statt. Dabei wurde diskutiert, wie diese Orte beforscht, dokumentiert und zugänglich gemacht werden können.

  • Warum sind Erinnerungsorte wichtig? Was hat das mit der Gegenwart und Demokratie zu tun? Der ORF berichtet über das Thema und die Tagung.
  • In Ansfelden befand sich im heutigen Stadtteil Haid ein Kriegsgefangenenlager und später ein Lager für Heimatlose Menschen, die Wohnsiedlung Haid 121. In der Stadtbibliothek Ansfelden erinnert ein Modell des Lagers Haid daran.  

Vernissage: Flucht, Würde und Rassismus

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Von 12. November bis 6. Dezember 2019 zeigt die Galerie der Stadt Traun eine Doppelausstellung von Heinz Lehninger und Ali Ahmadi. Der Bilderzyklus Flucht, Würde und Rassismus umfasst 13 großformatige Bilder. Gemeinsam mit der persönlich erzählten „Geschichte einer Flucht“ von Ali Ahmad und den (Flucht-)Geschichten von „Wohnen im Dialog“ entsteht dabei die Möglichkeit, sich mit dem Themenkreis aus ähnlichen und doch unterschiedlichen Perspektiven auseinanderzusetzen.

  • Vernissage am Dienstag, 12. November 2019, 18.00 Uhr, Rathaus Traun
  • Ausstellungsdauer bis 6. Dezember 2019. Geöffnet Mo, Mi, Fr von 08.00 – 14.00 Uhr, Di und Do von 08.00 – 18.00 Uhr.
  • Eintritt frei!

Stadtbildungsfahrt nach Mauthausen

Zeitgeschichtlich interessierte Ansfeldnerinnen und Ansfeldner bei der Exkursion ins Mauthausen Memorial im Oktober 2019

Das Konzentrationslager Mauthausen steht wie kein anderer Ort unserer Region für die Gräuel des Nationalsozialismus. Rund 30 Ansfeldnerinnen und Ansfeldner fuhren Anfang Oktober bei der ersten Ansfeldner Stadtbildungsfahrt (organisiert im Rahmen der Brücken~bauer~Innen in Ansfelden) mit. Maria Molterer vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) begleitete die zeitgeschichtlich interessiertem Ansfeldner Bürgerinnen und Bürger und vermitteltete Wissen in der ausführlichen rund dreistündigen Führung durch das Memorial.

Wer kann, der kann: Ansfelden sucht seine Talente für VOLLe.KANNe

DU kannst. SIE können. WIR können was. Ansfelden hat Fähigkeiten und Talente – wir teilen diese!

Töpfern Sie gerne? Verstehen Sie was von Entspannungsübungen? Lesen Sie gerne vor? Ganz gleich, was Sie gerne machen: Ansfeldens VOLLe.KANNe braucht Sie und Ihr Talent. Vereine, Schulen, Kindergärten warten auf Ihr Engagement!

Ansfelden gründet einen Fähigkeiten- & Talente-Pool, aus dem die Stadt VOLLe.KANNe schöpfen kann. Im Rahmen von Zusammenleben in Ansfelden machen wir gemeinsam das Potential der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sichtbar und fördern Engagement. Zusammen stärken wir das kulturelle Leben, schaffen neue Bildungsangebote und Begegnungsmöglichkeiten in unserer Stadt.

  • Machen Sie mit und bringen Sie Ihre Fähigkeiten für Ansfelden ein! Machen Sie mit und gestalten Sie gutes Zusammenleben!
  • Wir suchen Handwerker und Handwerkerinnen, Sportler und Sportlerinnen, Sprachbegabte, Raum- und Dingeverleiherinnen und noch viel mehr. Wie Sie Ihr Talent für Ansfelden einsetzen können, wovon Vereine und Organisationen profitieren lesen Sie auf den Projektseiten im Rahmen von Zusammenleben in Ansfelden!

Deutsch-Lehrende für SprachCafè gesucht

Die Brücken-bauer-innen Ansfelden möchten auch im Herbst 2019 ein Sprach-Cafè für jene anbieten, die noch besser Deutsch sprechen möchten. Dazu suchen wir einen Sprachlehrer oder eine Sprachlehrerin auf Honorabasis. Projektkoordinator Günter Kienböck freut sich auf Ihre Bewerbung unter bb@ansfelden.at.

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