Bildung

Geh denken am 25. April: Wider das Vergessen – Flucht und Heimat

Ende April 1945, wenige Tage vor der Befreiung des KZ Mauthausen, zwangen Nationalsozialisten ungarische Juden zum Todesmarsch von Mauthausen nach Gunskirchen. Die Route führte dabei auch durch Ansfelden. Tausende Menschen starben qualvoll. Die Plattform „Wider das Vergessen“ lädt ein zum

  • „Geh-Denken“ mit Musik und Texten am Mittwoch, 25. April 2018 um 18 Uhr bei der Kremsbrücke in der Ritzlhofstraße, nahe dem Gasthof Stockinger.
  • Die Historikerin Angelika Schlackl hat die bisher bekannten Details auf einer Google-Map anschaulich zusammengefasst.

Zur Geschichte an der Kremsbrücke

An der Kremsbrücke wurde 1945 der Leichnam einer ungarischen Jüdin ins Wasser geworfen. Die Frau gehörte mit ihrem Kind, einem kleinen Mädchen, dem Todesmarsch an. Sie war nahe der Krems zusammengebrochen und konnte sich nicht mehr erheben. „Gleich trat ein SS-Bewachungsposten hinzu und erschoss vor den Augen des Kindes die Mutter. Das Kind weinte herzzerreißend. Die Frau wurde zur Brücke getragen und dort in den Fluss geworfen,“ schreibt Peter Kammerstätter in der Materialsammlung „Die es noch immer nicht glauben wollen“. Kinder, Frauen, Männer, Alte und Gebrechliche mussten den 55-km-Marsch von Mauthausen über Enns, Asten, St. Florian, Ansfelden, Pucking, Weißkirchen, Schleißheim, Thalheim und Wels nach Gunskirchen antreten. Tausende starben an Erschöpfung oder wurden von den Nazis am Weg ermordet.

Starthilfe Integration & Frauenzentrum Olympe mit neuem Standort

Eine Wohnung und Arbeit finden ist wirklich nicht so einfach – besonders wenn man als Mensch auf der Flucht in ein neues Land kommt, und nochdazu kein Mann ist.

Das Angebot „Starthilfe zur Integration“ richtet sich an all jene Menschen, die einen positiven Asylbescheid bekommen haben oder subsidiär schutzberechtigt sind. Herr Zakaria Balla von der Volkshilfe Flüchtlings- und MigrantInnenbetreuung (0676/8734-7049, Zakaria.Balla@volkshilfe-ooe.at) hat sein Büro neu in der Bahnhofstraße 21, 4050 Traun. Er unterstützt Männer und Frauen dabei, eine Wohnung zu finden und hilft auch bei Fragen rund um Schule, Arbeit und Bildung weiter.

Im selben Büro hat auch das Frauen-Zentrum Olympe einen neuen Standort gefunden. Frau Mag.a Claudia Ziehengraser, B.A. (0676/8734-7111, claudia.ziehengraser@volkshilfe-ooe.at) unterstützt Frauen mit Migrations-Hintergrund dabei (gleich, ob sie EU-BürgerInnen oder Drittstaatsangehörige sind), die Herausforderungen rund um die Themen Gesundheit, Bildung und Arbeit oder Familie zu bewältigen. Frauen der Zielgruppe in Ansfelden profitieren durch das Angebot besonders, da es eine weiterführende Betreuung zu den Beratungsleistungen der Sozialberatungsstelle Ansfelden bieten kann.

  • Ausführliche Informationen zum Angebot Starthilfe zur Integration und zum Frauen-Zentrum Olympe gibt’s auf den Seiten der Volkshilfe Flüchtlings- und MigrantInnenbetreuung.
  • Lernen Sie die Angebote des Frauenzentrums Olympe und Starthilfe zur Integration – SI am neuen Standort in Traun kennen! Wann: am Mittwoch, den 04.04.2018 ab 14:00, Wo: Bahnhofstraße 21, 4050 Traun

Wie war das früher so? Kinder auf Geschichtsreise im Betreubaren Wohnen

Wie war das eigentlich früher so? Welche Spielsachen hat’s da gegeben? Wie sind die Leute von A nach B gekommen? Waren die Lehrerinnen damals auch streng? Und wie haben die Häuser früher so ausgesehen?

Ein paar Kinder aus dem Hort Ansfelden wollten’s Ende Februar 2017 ganz genau wissen und haben sich auf den Weg ins Betreubare Wohnen Ansfelden gemacht. Und die BewohnerInnen dort interviewt. Das ist Generationen-übergreifendes voneinander Lernen und fördert gegenseitigen Respekt. Eine tolle Idee von Sabine Bruckmüller, Leiterin des Kinderfreunde Oberösterreich Hort Ansfelden.

Wissen weiter geben in der VHS OÖ

Haben Sie eine besondere Begabung oder Fertigkeit? „Brennen“ Sie so richtig für ein Thema und möchten Ihr Wissen weitergeben? Möchten Sie mit ihrem Wissen andere Menschen befähigen, gutes Zusammenleben zu gestalten? Die VHS ist aktuell auf der Suche nach Kursleiterinnen und Kursleitern. Besonders die Bereiche Bewegung und Sport, Sprachen, Kulinarik, kreatives Gestalten und Neue Medien werden von Kundinnen und Kunden nachgefragt. Bei den „Kursleiter-Castings“ (zum Beispiel auch in Traun!) im März und April 2018 können Sie sich und Ihre Kursideen in 5 bis 10 Minuten vorstellen, die Rahmenbedingungen der VHS-Arbeit kennenlernen und gleich vor Ort Kontakte mit den Programmplanenden knüpfen. 

Die Erwachsenen-Bildungseinrichtung Volkshochschule Oberösterreich (VHS) bietet rund 8000 Kurse und Veranstaltungen in ganz Oberösterreich an. Dabei werden die Veranstaltungen zum großen Teil von nebenberuflich tätigen Expertinnen und Experten geleitet. Mit ihrem Engagement und ihrer Kompetenz machen sie die Kurse zu Impulsgebern und einer Bereicherung fürs Leben und befähigen mit dem weitergegeben Wissen Menschen, gutes Miteinander und Zusammenleben in Oberösterreich zu gestalten.

Integrationsgesetz leicht verständlich

Informationen zum Integrationsgesetz. Quelle: integrationsfonds.at

Das Bundesgesetz zur Integration rechtmäßig in Österreich aufhältiger Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft regelt in den Bereichen Sprachförderung und Orientierung die Integration von Asylberechtigten, subsidiär Schutzberechtigten und Drittstaatsangehörigen. Ziel ist es, mit Integrationsförderung und Integrationspflicht die rasche Integration in die österreichische Gesellschaft zu fördern. Zentrale Angebote sind dabei die Kurse zur Sprachförderung und die Werte- und Orientierungskurse.

  • Der Österreichische Integrationsfonds bietet auf seinen Seiten zusammengefasste Informationen zum Integrationsgesetz.
  • Dort finden sich auch eine Musterintegrationserklärung und Informationsblätter, unter anderem in Russisch, Englisch, Dari, Farsi und Somali.

 

Smartphone-App: „Meine Integration in Österreich“

Quelle: Integrationsfonds.at

Was bedeuten Meinungsfreiheit und Demokratie in Österreich? Welchen Stellenwert haben Sprache und Bildung? Wie ist das mit freiwilligen Engagement? Und wie funktioniert das Gesundheitssystem? Diese und noch viel mehr Themen werden in den Werte- und Orientierungskursen in Kleingruppen zu 15 Mensche vermittelt. Die Kurse stehen für Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte sowie Asylwerberinnen und Asylwerber ab offen und werden in vielen Sprachen angeboten.

Mit der Smartphone-App „Meine Integration in Österreich“ unterstützt der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) die Lernenden bei der Vorbereitung für die Integrationsprüfung. Mehrsprachige Lernunterlagen helfen dabei, das Wissen gut zu erfassen. Danach können alle Fragen des Fragenkataloges beliebig oft geübt werden. Schließlich können die Nutzerinnen und Nutzer mit realen Prüfungsfragen können testen, ob das Gelernte auch wirklich sitzt.

So geht Medien: Medienwissen – nicht nur für SchülerInnen und LehrerInnen

Quelle: http://www.br.de/sogehtmedien

Jeden Tag erscheinen weltweit Millionen neuer Videos, Artikel und Posts im Internet. Einst als *das* demokratischste Medium schlecht hin gefeiert stellt sich heute oft die Frage: Stimmt das wirklich, was da zu sehen und zu lesen ist? Oder ist alles nur Fake? So geht Medien, ein Onlineangebot von ARD, ZDF und Deutschlandradio erklärt, wie Nachrichten enstehen, Lügen im Netz entlarvt werden können und woher Journalisten überhaupt wissen, ob etwas wahr ist? Dabei setzen die MacherInnen auf Videos, Audios, Quiz, und interaktiven Karten und Texte.

  • Die Inhalte sind für den Einsatz im Unterricht konzipiert: Wie das geht, erklärt dieses Videotutorial. Arbeitsblätter zur weiteren Nutzung gibt’s dazu!
  • Spannend auch „für den Hausgebrauch“ auf der YouTube-Playlist: Wie sich Lügen im Netz verbreiten, der Unterschied zwischen YouTuber und Nachrichtensprecher und auch Infos zu Filterblasen und Quellenauswahl.

Vortrag: „Leben als Muslime in Europa“ mit Amira Hafner-Al Jabaji am 19. Jänner in Ansfelden

Welche Erfahrungen machen Muslime in Europa? Welche Identitäten gibt es? Wie ist die Rolle der Frau und wie lebt es sich in multireligiösen Familien zusammen?

Die Journalistin und Islamwissenschafterin Amira Hafner-Al Jabaji gibt am Freitag, 19. Jänner 2018 in Ansfelden ihr Wissen zu diesen Fragen an aufgeschlossene und kritische Ansfeldnerinnen und Ansfeldner weiter. Hafner-Al Jabaji engagiert sicht seit Jahren für einen respektvollen Dialog unter den Religionen. Sie zeigt in Ansfelden Möglichkeiten des Dialogs und Wege und Grundbedingungen eines gelingenden Gespräches zwischen den Religionen auf.

Die Veranstaltung ist ein Teil der Vortragsreihe „Was glaubst du?“. Der „Interreligiöser Dialog im Dekanat Traun“ lädt damit zu Begegnung und Information aus erster Hand ein. Dabei sollen brennende Fragen thematisiert werden und Möglichkeiten und Chancen für das Zusammenleben aufgezeigt werden. Die Stadt Ansfelden unterstützt mit dem Projekt Brücken~bauer~innen im Rahmen der Grundwerte Respekt und Vielfalt die Veranstaltung.

„Leben als Muslime in Europa“ mit Amira Hafner-Al Jabaji in Ansfelden

Religionen sind im Gespräch: Ob jemand an Gott glauben oder nicht, und welcher Religion die Menschen angehören, ist Privatsache. Durch Krieg und Terror sind Religionen in die Schlagzeilen geraten. Im täglichen Gespräch diskutieren Menschen, ob es möglich ist, dass Menschen unterschiedlicher Religionen friedlich zusammen leben.

Mit der Vortragsreihe „Was glaubst du?“ lädt das Projekt „Interreligiöser Dialog im Dekanat Traun“ zu Begegnung und Information aus erster Hand ein. Dabei sollen brennende Fragen thematisiert werden und Möglichkeiten und Chancen für das Zusammenleben aufgezeigt werden.

Vortrag „Leben als Muslime in Europa“ in Ansfelden

Welche Erfahrungen machen Muslime in Europa? Welche Identitäten gibt es? Wie ist die Rolle der Frau und wie lebt es sich in multireligiösen Familien zusammen? Die Journalistin (SRF) und Expertin für Interreligiösen Dialog Amira Hafner-Al Jabaji gibt am Freitag, 19. Jänner 2018 in Ansfelden ihr Wissen zu diesen Fragen an aufgeschlossene und kritische Ansfeldnerinnen und Ansfeldner weiter. Sie zeigt Möglichkeiten des Dialogs und Wege und Grundbedingungen eines gelingenden Gespräches zwischen den Religionen auf.

Mehrsprachchancen-Lesung für Volksschulkinder in der Stadtbibliothek Ansfelden

Die Stadtbibliothek Ansfelden hat sich zum Europäischen Tag der Sprachen am am Dienstag, 26. September 2017 eine tolle Aktion überlegt: Maria Egger, eine der freiwilligen Mitarbeiterinnen, hat für Kinder der 1. Klasse Volksschule Haid eine kurzweilige, mehrsprachige Lesung organisiert: Fatima Hammoud, Izeta Bajrektarevic und Valentina Peters vom Institut Interkulturelle Pädagogik haben für die jungen Ansfeldnerinnen und Ansfeldner Gedichte und Geschichten auf Deutsch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Türkisch und Rumänisch gelesen.

„Ich möcht mit dem Angebot den Kindern vermitteln: jede Sprache hat ihrer Schönheit. Und auch in einem vielsprachigen Ansfelden ist es wichtig, Deutsch als gemeinsame Sprache zu lernen. Weil wir uns dann so besser verstehen und vieles einfacher wird.“ meint Maria, die seit 2011 bei uns in ihrer Freizeit mitarbeitet und nächstes Jahr die Ausbildung Ehrenamtliche und nebenberufliche BibliothekarInnen abschließen wird.