Arbeit

Dienstleistungsscheck: Den Garten winterfit machen mit Ansfeldner Flüchtlingen

Mit dem Dienstleistungsscheck können AnsfeldnerInnen Menschen im Asylverfahren haushaltstypische Arbeiten legal anbieten und entlohnen. (Q: BMASK)

Der Herbst macht viel Arbeit rund um Haus und Garten. Manchmal ist einem das selbst schon beschwerlich, oder es fehlt einem einfach die Zeit dazu. Mit dem Dienstleistungsscheck ist es möglich, Arbeiten in privaten Haushalten wie Putzen und Gartenarbeit, aber auch Dienstleistungen in einen legalen Rahmen zu betten. Das ist fair: die Dienstleistenden sind unfallversichert und der Gemeinschaft wird ihr Anteil an Steuern zugestanden.

Seit April 2017 können auch Asylwerberinnen und Asylwerber haushaltstypische Dienstleistungen in Privathaushalten übernehmen. Dabei läuft die Entlohnung über den Dienstleistungsscheck. Voraussetzung ist, dass der Asylwerber oder die Asylwerberin seit drei Monaten zum Asylverfahren zugelassen ist. Für die Arbeit mit Dienstleistungsscheck werden mindestens 11,75 € je Stunde bezahlt. Der maximale Verdienst liegt bei 583,15 €.

  • Die Info-Broschüre des Sozialministeriums bietet wertvolle Informationen zum Dienstleistungsscheck für Menschen im Asylverfahren.
  • Allgemeine Fragen zum Dienstleistungsscheck (wo kauf ich ihn? wie löse ich ihn ein?) beantwortet die Seite www.dienstleistungsscheck-online.at
  • Ansprechpartnerin für Ansfeldnerinnen und Ansfeldner, die einem der Bewohner aus dem Quartier Traunuferstraße 96 im Rahmen der Möglichkeiten Arbeit anbieten möchten ist Quartiersmanagerin Judith Rucker. Sie erreichen sie Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 17.00 Uhr und am Freitag von 8 bis 14 Uhr am Telefon unter der Telefonnummer 0664 / 8874 6049.

 

Gemeinsam fürs Stadtumfeld: Ansfelden blüht auf im Frühling 2017

Bauhof- Mitarbeiter Fritz Heiberger, Jürgen Rockenschaub, Hadi Hussain, Karl Haiberger, Josef Brunner und Wasim Sayed beim Einsatz im Außengelände des Kindergarten Haid II.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ansfeldner Bauhofes sind in diesen Tagen fleißig mit dem Bepflanzen der Blumeninseln, kehren der Straßen und dem Zurückschneiden von Sträuchern und Hecken beschäftigt. Unterstützt werden die städtischen ProfessionistInnen  bei den Projekt-bezogenen Tätigkeiten von Ansfeldner Bürgern aus dem Asylquartier in der Stadt. Durch den gemeinsamen Einsatz können noch mehr neue Triebe auf den bewährten Hölzern die Stadt  so richtig erblühen lassen. Das Ergebnis der Arbeit macht vielen AnsfeldnerInnen Freude und sorgt für ein ansprechendes Stadtumfeld.

  • Warum das Einbinden eine Bereicherung für die Stadt ist und wieso der Prozess „Zusammenleben in Ansfelden“ zur Qualität des Angebotes beiträgt erklären Bürgermeister Manfred Baumberger und Sozialstadträtin Andrea Hettich im Bericht auf den Stadtseiten ansfelden.at.

Leicht Lesen: Wozabal setzt auf Barrierefreiheit in der Sprache

4 von 10 Erwachsenen in Österreich verstehen Texte, die im Alltag wichtig sind nicht. Das betrifft nicht nur Menschen, die Deutsch als Erstsprache gelernt haben, sondern auch Menschen mit Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache. Sichtbar wird das, wenn Aufgaben und Anweisungen fehlerhaft ausgeführt werden. Damit Information besser ankommt gestaltet das Linzer Unternehmen Wozabal Texte barrierefrei. Dabei wendet die TÜV-zertifizierte Methode „Leicht Lesen“ an. Dabei werden die Informationen in einer zielgruppen-gerecht leicht verständlichen Sprache geschrieben. Menschen aus der Zielgruppe prüfen sie dann auf verständlichkeit. So kann das Unternehmen sicher sein, dass die Information bei der Zielgruppe „ankommt“.

„ Bei Wozabal ist es uns ein besonderes Anliegen, dass sich alle Mitarbeiter respektiert fühlen. Dies bedingt auch ein Bereitstellen von wichtiger Information in leicht verständlicher Form. Aus diesem Grund tragen unsere aktuelle Krisenkommunikations-Broschüre sowie die Social Media Guideline nun das Zertifikat „Leicht Lesen A2“. erläutert Christian Wozabal, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Wozabal.

 

Welche gemeinnützigen Tätigkeiten dürfen Menschen im Asylverfahren ausüben?

Logo Zusammenleben 600pxEinige Monate beschäftigte die Frage, welche Tätigkeiten Asylwerberinnen und Asylwerber im gemeinnützigen Bereich verrichten dürfen verschiedene Gremien. Seit Ende Oktober 2016 liegt nun eine präzisierte Liste vor, die definiert um welche Aufgaben es sich hierbei handeln kann. Nun können Menschen, die auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten bei Bund, Länder und Gemeinden ihre Fähigkeiten im Rahmen von gemeinnützige Hilfstätigkeiten einbringen. Entscheidend ist dabei, dass die (Hilfs-)tätigkeiten

  • anlass- bzw. projektbezogen sind
  • nicht auf Dauer ausgerichtet sind
  • und zusätzlich bestehende Arbeitsplätze nicht ersetzen oder gefährden

Das können zum Beispiel Unterstützung in der Verwaltung, Mitarbeit in städtischen Archiven,  Tätigkeiten im Bauhof an Gemeindeeigentum  wie Straßen- und Winterdienste oder Mithilfe am Friedhof, Hilfstätigkeitenim Bereich der öffentlichen Kindergärten,  Hilfstätigkeiten in den Kultureinrichtungen oder auch die Unterstützung bei kleineren Übersiedlungen im Rahmen der Gemeinde sein.

Mehrsprachige Online-Wegweiser: Welcome to AMS!

SefaAMSInfoVideoWer wenig über die Angebote des AMS zur Unterstützung weiß, tut sich schwerer, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die MitarbeiterInnen des AMS OÖ bemühen sich täglich, die Kundinnen und Kunden bestmöglich zu beraten. Dabei kommen Menschen, die gut die Deutsche Sprache sprechen in die Beratung – und auch jene, die sich noch schwer tun oder gar Analphabetinnen oder Analphabeten sind. Das AMS hat erkannt: hier bringt der beste geschrieben Folder nichts, hier führen neue Wege zum Ziel!

Dazu hat ein Projektteam rund um den Migrationsbeauftragten des AMS OÖ  Sefa Yetkin mehrsprachige Online-Wegweiser zu den Themen Erstkontakt, Finanzielle Fragen, Jobsuche und Weiterbildung in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Dari, Russisch und Paschtu entwickelt.

Die darin ansprechend vermittelten Informationen sind für all jene hilfreich, die sich bereits vor dem ersten Besuch beim AMS über das Wie und Wo informieren möchten!

Fuß fassen am Arbeitsmarkt mit CheckIn@Work

In ein anderes Land flüchten zu müssen ist an sich schon keine einfache Angelegenheit. Darf man erst mal dort bleiben, gilt es Fuß am Arbeitsmarkt zu fassen. Auch das ist schwierig – denn vieles ist so anders. Der Verein Migrare unterstützt mit dem Projekt „Checkin@Work“ asylberechtigte oder subsidiär schutzberechtigte Menschen im erwerbsfähigen Alter beim Einstieg in den oberösterreichischen Arbeitsmarkt.

Gemeinsam mit den Beraterinnen und Beratern wird eine fundierte Sozial- und Berufsanamnese erstellt. Darauf aufbauend wird erarbeitet, ob und wo ein direkter Einstieg in den Arbeitsmarkt möglich ist oder was es noch dazu braucht, um eine Arbeit aufnehmen zu können. Das Projekt zeichnet sich durch die Mehrsprachen-Kompetenz und die Erfahrung der Beraterinnen und Berater aus.

Das Angebot hilft Menschen dabei, rasch beruflich eigenständig zu werden, Fähigkeiten und Kompetenzen zu entdecken, Ziele zu fassen und Ziele zu erreichen sowie die gesundheitliche, familiäre und soziale Situation zu stabilisieren.

  • Welche Voraussetzungen es braucht, um am Angebot teilnehmen zu können, wie der Einstieg funktioniert – und vieles mehr: darüber informieren die Projektseiten des Vereins Migrare.

Ansfelden machte sich schlau über Arbeitsmöglichkeiten von Asylwerbern in Österreich

Sefa Yetkin vom AMS OÖ informierte die wissbegierigen Zuhörerinnen und Zuhörer über den Arbeitsmarktzugang von Asylwerberinnen und Asylwerbern.

Sefa Yetkin vom AMS OÖ informierte die wissbegierigen Zuhörerinnen und Zuhörer über den Arbeitsmarktzugang von Asylwerberinnen und Asylwerbern.

Wie ist das mit dem Arbeitsmarktzugang von Asylwerbern und Asylwerberinnen in Österreich? Was ist eine Beschäftigungsbewilligung, was Saisonarbeit? Dürfen „die“ eine Lehre machen oder wo dürfen „sie“ sonst arbeiten?

Diese und andere Fragen aus dem Leben beantwortete Sefa Yetkin als Migrationsbeauftragter des AMS Oberösterreich am 10. Februar 2016 im Anton-Bruckner-Centrum Ansfelden. 50 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen Bezirk kamen und informierten sich über Esatzkraftverfahren, Gemeinnützige Tätigkeit und Beschäftigungen, die eindeutig verboten sind.

Aus der Ansfeldner Stadtpolitik waren unter anderem Vizebürgermeisterin Renate Heitz, Sozialstadträtin Andrea Hettich und der Fraktionsobmann der GRÜNEN Thomas Lindmayer dabei. Eingeladen zum Vortrag hat Andreas Hiebl, Leiter des regionalen Kompetenzzentrums für Integration und Diversität (ReKI) in Linz Land.

Welcome2UpperAustria Service Center für zukünftige Fachkräfte in OÖ

come2upperaustriaDas Team im Welcome2Upper Austria Service Center unterstützt Arbeitnehmer & Arbeitnehmer aus dem Ausland und ihre Familien, die bei einer Firma in Österreich ihr gefragtes Fachwissen einbringen beim „Fuß-fassen“ in der neuen Umgebung. Sie bieten Informationen schon vor dem Umzug über Sozialversicherung, Wohnen, Versicherungen, Bildungssystem bis hin zum Führerschein.

Das ist Standort- und aktive Wohlstandsentwicklung, trägt zu einer vielfältigen und starken Region bei – und ist sowohl für Unternehmen und „zukünftige“ (neue Bewohnerinnen und Bewohner in OÖ) interessant als auch für alle, die schon länger hier sind oder hier geboren wurden.

Infoabend: Arbeitsmöglichkeiten für Asylwerber und -werberinnen

Der Verein Arcobaleno lädt am Dienstag 25. November 2014 ab 19 Uhr zu einem Infoabend ein: Gemeinsam mit MitarbeiterInnen aus dem Referat Grundversorgung werden MitarbeiterInnen vom AMS über Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten für Asylwerbende und Flüchtlinge.

  • Dienstag, 25. November 2014, 19 Uhr bis circa 20.30 Uhr
  • Verein Arcobaleno, Friedhofstraße 6, 4020 Linz.
  • Mehr Informationen auf den Seiten von Arcobaleno

„Gekommen und Geblieben“ in Ansfelden

Ansfelden_Ausstellung_50Jahre2014 jährt sich zum 50. Mal der Abschluss des österreichisch-türkischen, 2016 der des österreichisch-jugoslawischen Anwerbeabkommens. Der Verein Migrare und die Volkshilfe Flüchtlings- und MigrantInnenbetreuung haben dieses Jubiläum zum Anlass genommen und mit Univ. Prof. Dr. Michael John eine Wanderausstellung mit dem Titel „Gekommen und Geblieben“ zum Thema Arbeitsmigration gestaltet (Bericht über die Eröffnung in Linz auf Youtube, Infoseite bei Migrare). Die AusstellungsmacherInnen sind nun an die Stadt Ansfelden herangetreten und haben angeboten, die Ausstellung auch für die Menschen in Ansfelden auf einfachem Weg zugänglich zu machen. Direkt vor Ort, im Neuen Stadtzentrum Ansfelden.

Von 28. Oktober 2014 bis 20. November 2014 hat jedermann und jederfrau die Möglichkeit die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Stadtamtes zu begehen und sich in diesem Themenbereich weiterzubilden!

Ansfelden hat somit die Ehre, nach Linz die erste von zwölf Städten zu sein, in der die Wanderausstellung gezeigt werden wird!