Mag. Gregor Kraftschik

In meiner Funktion als Referent für kommunales Zusammenleben betreibe ich als Mitarbeiter der Stadt Ansfelden diesen Blog und unterstütze kommunale politische EntscheidungsträgerInnen bei der Entwicklung von Angeboten. Ich koordiniere Maßnahmen, die unsere Stadt für ein friedliches und zukunftsweisendes Zusammenleben der BürgerInnen untereinander in den Bereichen Bildung, Wohnen, Freizeit und Begegnung setzt.

Gut einwohnen mit der Willkommensmappe in Ansfelden & ZusammenLeben in OÖ

Yvonne Ilich (hier mit der Willkommensmappe) arbeitet in der Stadtverwaltung Ansfelden im Meldeamt und der Bürgerservicestelle. Sie ist eine der ersten Ansprechpartnerinnen für neue Bürgerinnen in der Stadt.

Wer nach Ansfelden zuzieht, bringt neue Ideen in die städtische Gesellschaft. Er oder sie bereichert das Stadt- und Vereinsleben und bietet Betrieben in der Region seine oder ihre Arbeitskraft an. Das macht Ansfelden zu der starken und lebendigen Stadt und ist ein Gewinn für die Gemeinschaft. Darüber freut sich die Stadt und bieten als „freundliches Hallo mit Mehrwert!“ all jenen, die in Ansfelden einen Haushalt gründen eine Willkommensmappe an.

Darin ist viel Wissenswertes rund um die Stadt: Vom Willkommensbrief des Bürgermeisters über die aktuelle Gemeindezeitung, Infos zu Hundehalten und Hausbauen, dem Programm von ABC & der Eltern Kind Zentren. Praktische Infos, wie Abfall gescheit getrennt werden kann samt zum „Müll-Film“ oder wer alles über den Umzug informiert werden kann sind mit dabei. Und: Gutscheine für die Stadtbibliothek, das ABC und das Erlebnisbad – eine freundliche und informative Mappe eben.

Zusätzlich zu den Informationen in der Willkommensmappe bietet das Land OÖ mit dem Infoprodukt „ZusammenLeben in Oberösterreich“ ein praktisches Handbuch zur ersten Orientierung in Oberösterreich“ an. Darin erhalten Bürgerinnen und Bürger wichtige Informationen zu Zusammenleben, Arbeiten, Wohnen, Bildung, Finanzen, Gesundheit, Umweltschutz und Verkehr in Oberösterreich sowie relevante Informations- und Beratungsadressen. Das Handbuch gibt’s in Deutsch und ist online auch auf Arabisch, Englisch, Französisch, Dari, Pashtu und Tschetschenisch abrufbar.

Gesundheitsförderung im Wohnumfeld mit „KOMM!“

Ähnlich wie das Ansfeldner Angebot „Ansfelden Miteinander“ (Projektträger: Verein Wohnplattform) betreibt Progess im Linzer Franckviertel das Angebot „KOMM!“. Mit dem Büro für kommunikative und innovative Nachbarschaftsinitiativen, stellen der Verein Raum für Information und praktische Hilfestellung im Alltag bereit. Ziel ist es, BewohnerInnen dabei zu unterstützen und zu begleiten, im Wohn- und Lebensumfeld selbst aktiv zu werden und gelebte Nachbarschaft als gesundheitsfördernden Faktor zu erkennen. 

  • Reinhold Gruber hat sich für die OÖN das Projekt angesehen und eine Reportage dazu verfasst.
  • Alle Informationen zu „KOMM!“ gibt es auf den Projektseiten.

„Es ist besser, Brücken zu bauen als abzureißen“

Am Freitag, 5. April 2019 besuchten über 20 Kinder der Volksschule Ansfelden die Stadtbibliothek Ansfelden zu einer Lesestunde im Rahmen der  Integrationswochen 2019 und zum Welttag des Buches. Nach einer Idee des Verein IBUK las Lesementor Stadtamtsdirektor Dr. Wilhelm Wilfinger die Geschichte „Auf der anderen Seite des Flusses“ vor. Nicht nur die Mädels & Jungs hatten daran ihre Freude, auch Sozialstadträtin Andrea Hettich und Bürgermeister Manfred Baumberger  lauschten gespannt der Geschichte rund ums gute Miteinander. Danach hielten die jungen Ansfeldnerinnen und Ansfelden noch auf Kärtchen fest, was sie selbst dazu beitragen können, dass Menschen in Ansfelden gut miteinander auskommen.

Singen mit Leib und Seele im Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf

Gemeinsam Singen macht Freude! (Foto: G. Kraftschik)

Am Freitag 12. April 2019 lädt der Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf zum gemeinsamen „Singen mit Leib und Seele“ ein.

Dabei geht es darum einfach zu Singen – niemand braucht Angst vor falschen Tönen zu haben! Gesungen werden reihum Klassiker aus Austropop, Lieder von Liebe, Hoffnung, Widerstand und auch Arbeiterinnen- und Arbeiterlieder. Ob mit oder ohne eigenem Instrument – wer gerne Musik mag und sich aufs gemeinsame Singen einlassen mag ist herzlich willkommen!

Fr, 12. April 2019| Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf, Nettingsdorfer Straße 57 | 19.00 bis circa 22.00 Uhr | Eintritt frei!

Geh denken am 24. April: Niemals Nummer. Immer Mensch

Ende April 1945, wenige Tage vor der Befreiung des KZ Mauthausen, zwangen Nationalsozialisten ungarische Juden zum Todesmarsch von Mauthausen nach Gunskirchen. Die Route führte dabei auch durch Ansfelden. Tausende Menschen starben qualvoll. Die Plattform „Wider das Vergessen“ lädt ein zum

  • „Geh-Denken“ mit Musik und Texten am Mittwoch, 24. April 2019 um 18 Uhr bei der Kremsbrücke in der Ritzlhofstraße, nahe dem Gasthof Stockinger.
  • Die Historikerin Angelika Schlackl hat die bisher bekannten Details auf einer Google-Map anschaulich zusammengefasst.

Zur Geschichte an der Kremsbrücke

An der Kremsbrücke wurde 1945 der Leichnam einer ungarischen Jüdin ins Wasser geworfen. Die Frau gehörte mit ihrem Kind, einem kleinen Mädchen, dem Todesmarsch an. Sie war nahe der Krems zusammengebrochen und konnte sich nicht mehr erheben. „Gleich trat ein SS-Bewachungsposten hinzu und erschoss vor den Augen des Kindes die Mutter. Das Kind weinte herzzerreißend. Die Frau wurde zur Brücke getragen und dort in den Fluss geworfen,“ schreibt Peter Kammerstätter in der Materialsammlung „Die es noch immer nicht glauben wollen“. Kinder, Frauen, Männer, Alte und Gebrechliche mussten den 55-km-Marsch von Mauthausen über Enns, Asten, St. Florian, Ansfelden, Pucking, Weißkirchen, Schleißheim, Thalheim und Wels nach Gunskirchen antreten. Tausende starben an Erschöpfung oder wurden von den Nazis am Weg ermordet.

Wir sind Oberösterreich

Oberösterreich hat viele Erfolgsgeschichten zu erzählen. Viele davon zeigen, wie gut das Miteinander im Land funktionieren kann. wirsindooe.at erzählt diese Geschichten. Damit möchte die Plattform (auf Initiative von Landesrat Rudi Anschober) den Zusammenhalt im Land stärken und zeigen, dass Vielfalt eine große Bereicherung ist. Denn Vielfalt macht Menschen und Land innovativ und hilft, die Herausforderungen der Zukunft optimal zu meistern.

Auch mit wenig Geld Kultur in Ansfelden genießen

Der Kulturpass ist ein Ausweis für Menschen mit wenig Geld. Mit dem Kulturpass können Ansfeldnerinnen und Ansfeldner mit wenig Geld kostenlos Ausstellungen, Konzerte oder ein Theater besuchen. Der Kulturpass gilt in Oberösterreich und auch in anderen Bundesländern bei manchen Museen, Theatern, Konzerthäusern. Das Anton Bruckner Centrum in Ansfelden ist bei vielen Veranstaltungen Kulturpartner. Dabei können Menschen mit Kulturpass das Angebot nutzen, so lange der Vorrat reicht.

  • Wer bekommt den Kulturpass? Was braucht man dazu? Wie lange ist der Pass gültig? Antworten auf diese Fragen gibt’s auf den Stadtseiten ansfelden.at
  • Menschen mit Kulturpass können eine kostenlose (nicht übertragbare) Eintrittskarte für Veranstaltungen der Stadt Ansfelden beim Bürgerservice ABC – Anton Bruckner Centrum, Carlonestr. 2, 4052 Ansfelden und Bürgerservice Stadtamt Ansfelden, Hauptplatz 41, 4053 Haid abholen.
  • Das Kartenangebot ist beschränkt. Es spart Wege, vorher telefonisch zu nachzufragen, ob für eine bestimmte Veranstaltung noch Karten vorhanden sind!

Filmabend: „Ein Dorf sieht Schwarz“

Bildergebnis für ein dorf sieht schwarzDer Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf lädt am Mittwoch, 3. April zum Treff.Film ein. Um 19 Uhr zeigt das Team rund um Fritz Käferböck-Stelzer die Komödie „Ein Dorf sieht Schwarz“ bei freiem Eintritt:

„Frankreich 1975: Seyolo Zantoko ist Arzt und stammt aus dem Kongo. Als er einen Job in einem kleinen Kaff nördlich von Paris angeboten bekommt, beschließt er, mit seiner Familie umzuziehen. Sie erwarten Pariser Stadtleben, treffen aber auf Dorfbewohner, die zum ersten Mal in ihrem Leben einem afrikanischen Arzt begegnen und alles tun, um den „Exoten“ das Leben schwer zu machen. Aber wer mutig seine Heimat verlassen hat und einen Neuanfang in einem fremden Land wagt, lässt sich so leicht nicht unterkriegen. Lachen und Weinen, Humor und Gefühl, ein Clash der Kulturen, wie er heftiger nicht sein könnte: Regisseur Julien Rambaldi verbindet in seinem zweiten Film EIN DORF SIEHT SCHWARZ all diese Zutaten zu einem fulminanten Mix aus bewegender und leichtfüßiger Komödie.“

 

„Herr Bürgermeister, manchmal fällt mir die Decke auf den Kopf“

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Bürgermeister Manfred Baumberger besuchte Ende März 2019 das „T96“, das Quartier für Menschen, die auf der Flucht waren in Ansfelden. Mit dabei hatte er das Ansfeldner Wir.Buch. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern unterhielt er sich darüber, wo sich Menschen in Ansfelden einbringen können und warum es wichtig ist, die Deutsche Sprache zu erlernen.

Manche Ansfeldner leben bereits seit drei Jahren im Quartier und warten auf eine Entscheidung, ob sie in Österreich bleiben dürfen oder nicht. Dabei dürfen Sie keiner unselbstständigen Tätigkeit nachgehen. Dadurch vergehen die Tage nur langsam.

👉 Mit dem Dienstleistungsscheck gibt es eine Möglichkeit, Arbeiten in privaten Haushalten wie zB Gartenarbeit in einen legalen Rahmen zu betten.
👉 Damit können Ansfeldnerinnen und Ansfeldner Menschen im Asylverfahren Arbeit geben.
👉 Wer helfen möchte, findet auf ansfelden.at Infos dazu.
👉 Wer jemandem aus dem Quartier engagieren möchte, meldet sich am Besten bei Quartierbetreuer Ralf Ebenhofer unter 0664 8874 – 6073.

Alles für Allah? Aktuelle Bucherscheinung zu Methoden des politischen Islams

Mit „Alles für Allah?“ legen Nina Scholz und Heiko Heinisch ein neues Buch über den politischen Islam vor. Die in Wien lebende Politologin und der am Institut für Islamische Studien der Universität Wien tätige Historiker analysieren darin die Netzwerke und Wirken des politischen Islam in Österreich und Deutschland. Das Buch bietet neben einem spannenden Rückblick auf Geschichte und ideologische Wurzeln des politischen Islam auch ein Bild der gegenwärtigen Realität des sogenannten legalistischen Islamismus.

Nach Einschätzung der Autoren ist der legalistische Islamismus dem terroristischen Islamismus gleichzusetzende Gefahr für den demokratischen Rechtsstaat. Sie legen dabei dar, warum dem fundamentalistischen Islam entschlossen entgegengetreten werden muss, wenn Freiheit und Vielfalt in Europa langfristig verteidigt werden soll.

 

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